In Hasbara.news führe ich Statistiken. Zwei davon sind besonders interessant: Die Statistik über die meistgelesenen Artikel überhaupt und dieselbe Statistik über die meistgelesenen Artikel der vergangenen 28 Tage.


Dass das Forum an der Spitze steht, ist nicht überraschend: Es ist zeitlos. Doch gleich danach folgen zwei Artikel: Der über “Siedlergewalt” und der über Rosh HaShana und Yom Kippur.
Siedlergewalt ist ein derzeit sehr oft diskutiertes Thema, doch dass die Erklärung jüdischer Feiertage auf derart grosses Interesse stösst, hätte ich nie erwartet.
Offenbar interessieren sich die Leser von Hasbara.news keineswegs ausschliesslich für die aktuellsten politischen und militärischen Ereignisse. Judentum, jüdisches Leben und wer wir Juden sind – jenseits der täglichen Schlagzeilen – finden mindestens ebenso viel Interesse.
Das freut mich. Denn genau das ist mir mit Hasbara.news wichtig: Nicht nur darüber zu schreiben, was in Israel geschieht, sondern auch etwas davon zu zeigen, wer wir Juden sind und wie wir denken und leben. Verständnis wirkt gegen antisemitische Vorurteile.
Ich arbeite derzeit daran, meine Posts zum 7. Oktober 2023 gründlich zu überarbeiten. Es ist ein Zeitdokument, das über viele Jahre aktuell bleiben wird, deshalb lohnt sich dieser Aufwand, auch wenn es sehr viel Arbeit bedeutet. Damals sind sie unter grossem zeitlichen Druck und psychischem Stress entstanden, sie sind also wenig geordnet.
Das ist mit ein Grund, weshalb sich mein heutiger Wochenrückblick nur auf’s Wesentlichste konzentriert.
Inhalt
Israel
Gestern und heute füllt es alle Schlagzeilen: Der Flug FZ1073 der “Fly Dubai” von Dubai nach Tel Aviv mit rund 180 israelischen Passagieren wäre beinahe gekapert und zum Absturz gebracht worden.

Smit Machchar, der Pilot der Maschine, ein Doppelbürger aus Indien.
Was ist passiert?
Der Co-Pilot der Maschine, laut Meldungen ein omanischer Bürger, hat den Piloten, einen Bürger der VAE, mit einem Messer angegriffen und die Kontrolle der Maschine an sich gerissen.
Die Maschine befand sich zu diesem Zeitpunkt über jordanischem Luftraum, kurz bevor sie den israelischen Luftraum erreicht hat. Daraufhin hat er die Maschine in einen rasanten Sturzflug manöveriert, offensichtlich in der Absicht, sie abstürzen zu lassen.
Trotz schweren Verletzungen ist es dem Pilot gelungen, die Türe zum Kontrollraum zu öffnen und so Hilfe von ausserhalb zu ermöglichen. Daraufhin haben israelische Passagiere den Angreifer überwältigt, den Sturzflug gestoppt und, mit Hilfe eines Arztes, der zufälligerweise auch auf diesem Flug war, dem verletzten Piloten erste Hilfe geleistet.
Kommentar ⇒ Wer diese Flugroute kennt, weiss, dass der Flug von Dubai aus erst saudi-arabisches Gebiet übrequert, danach jordanisches, danach ungefähr über Jerusalem verläuft, bevor er Tel Aviv anvisiert.
Wäre die Maschine wirklich abgestürtzt, dann wäre das also in der Gegend von Jerusalem geschehen.

Die Boeing 737 ist für einen solchen Sturzflug nicht ausgelegt und hat dabei Schaden erlitten.
Trotzdem konnte ein weiterer Pilot, der sich im hinteren Teil der Maschine befunden hat, die Kontrolle der Maschine übernehmen und den Flug sicher auf dem internationalen Flughafen “Prince Sultan bin Abdulaziz” in Tabuk, Saudi-Arabien, landen.
In Saudi-Arabien wurden die Passagiere, die alle unverletzt geblieben sind, sehr fürsorglich in Empfang genommen und der Angreifer wurde inhaftiert. Er wird dort derzeit zu seiner Motivation und zu weiteren Verbindungen befragt. Laut diversen Berichten sind die israelischen Geheimdienste in diese Befragungen involviert.
Inzwischen sind die Passagiere dieses Flugs glücklich und unverletzt zuhause in Israel angekommen.
“Ma Cara?”, “Ma Core?” – Was ist passiert? Was ist los?
Ein grosser Schrecken unter den Passagieren, doch mit G’ttes Hilfe – und der einiger beherzten Israelis – ist es nochmal gut abgelaufen. Riesig gross auch die Erleichterung, als die Sutuation unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Es wird angenommen, der Angreifer habe das Flugzeug in Israel zum Absturz bringen und einen Anschlag wie 9/11 (Twin Towers in New York) ausführen wollen. Es wird auch gelegentlich vermutet, dass der Iran hinter diesem Anschlag stecke, doch dafür gibt es bislang keine gesicherten Hinweise.
Nach Inkrafttreten der neuen niederländischen Regelung in bezug auf die Einfuhr von Produkten aus dem israelisch verwalteten Teil (der arabisch verwaltete Teil ist davon nicht betroffen) der ehemals jordanisch okkupierten Gebieten hat Israel eine harte Reaktion gezeigt. Insbesondere wurde der diplomatische Status der niederländischen Vertreter in Ramallah widerrufen, was bedeutet, dass diese das Land in kurzer Zeit verlassen müssen, weil ihr Aufenthaltsvisum abläuft.
Kommentar ⇒ Ich hätte mir gewünscht, dass Israel im Gegenzug die Einfuhr von Produkten aus niederländischen Kolonien untersagt, doch so etwas ist bislang nicht geschehen.
Gaza

Fast täglich lesen wir eine neue Meldung, dass eine weitere Führungsfigur der Hamas in Gaza eliminiert worden ist.
Dieses Foto stammt aus der Beerdigung von Az al-Din al-Bayekh, dem Komandeur im nördlichen Gazastreifen. Er ist vor 3 Tagen getötet worden.
Iran – kommentiert
Der Iran hat ein weiteres Kapitel in sein Buch der iranischen Märchen eingefügt: Es sei ihnen gelungen, ein hochmodernes amerikanisches U-Boot zu kapern. Nun ja, wer will es ihnen verübeln: In Ermangelung echter Erfolgsnachrichten muss man eben phantasievoll sein.
Der amerikanische Aussenminister Marco Rubio hat die iranische Delegation unmittelbar nach dem UNO-Gipfel des Landes verwiesen. Dass sie die USA an Bord dieses U-Bootes verlassen haben, um sicher nachhause zu gelangen, ist bislang nicht bestätigt worden.
Nahost
Vor 3 Tagen, direkt nach dem UNO-Gipfel in New York, hat Netanjahu die VAE zu einem Gespräch über die Sicherheitssituation im Nahen Osten besucht. Im Zentrum der Gespräche standen israelische Erkenntnisse über die Reaktivierung des iranischen Atomprogrammes.
Das Treffen wurde erst geheim gehalten. Es wird berichtet, dass auch militärische Vertreter aus Saudi-Arabien daran teilgenommen haben, doch Saudi-Arabien bestreitet dies.
Einen Tag später lädt Saudi-Arabien den Vizepräsidenten der VAE, Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan, zu einem Gespräch mit Khalkid bin Salman, dem saudischen Verteidigungsminister, ein.

Trotz der Spannungen zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten in den vergangenen Monaten gab der saudische Verteidigungsminister gestern – in sehr respektvollem und wohlwollendem Ton – die Einladung an den Vizepräsidenten der VAE zu einem offiziellen Besuch in Saudi-Arabien bekannt:
„Seine Exzellenz Prinz Khalid bin Salman bin Abdulaziz, Verteidigungsminister, hat seinen Bruder, Seine Exzellenz Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan – Vizepräsident der befreundeten Vereinigten Arabischen Emirate, stellvertretender Premierminister und Leiter des Präsidialamtes –, eingeladen, das Königreich am morgigen Dienstag, dem 29. September 2026, zu besuchen.“
Die Niederlande
Die Niederlande haben damit begonnen, ihre Einschränkungen für Einfuhren von Objekten aus den ehemals jordanisch okkupierten Gebieten in der Praxis umzusetzen. Ich habe hier darüber berichtet.
Laut mehreren Berichten wird das Gepäck von aus Tel Aviv angereisten Flugpassagieren jetzt an den Grenzkontrollen pedantich durchsucht. Es wird berichtet, dass dabei die Vorweisung von Kaufbelegen verlangt werde.
Hierbei ist zu beachten, dass dieses Verbot auch für Gegenstände gilt, die man lange vor Inkrafttreten dieser Verfügung erstanden hat. Wer also mit einem Tallit (Gebetsmantel) anreist, den er vor vielen Jahren in der Altstadt von Jerusalem erstanden hat, oder mit einem Souvenir von dort, muss mit drastischen Strafen rechnen. Das Strafmass für solche “Straftaten” reicht bis zu 6 Jahren Gefängnis!
Für niederländische Touriten bedeutet das also: Beim Bummel durch die Altstadt von Jerusalem keine Souvernirs kaufen!
Kommentar ⇒ Die vielen arabischen Händler in der Altstadt werden der niederländischen Regierung (und anderen Regierungen, die es ihr nachmachen) sehr dankbar dafür sein, wenn sie ihre Geschäfte demnächst schliessen können und arbeitslos werden! Doch ob sich dadurch die Hoffnung erfüllen wird, dass sie dann aus purer Verzwiflung zu judenmordenden Terroristen werden, werden wir erst in ein paar Monaten wissen.
UNO
Vor 4 Tagen hat Benjamin Netanjahu seine Rede vor der UNO gehalten. Es wird berichtet, als seine Ansprache begann, habe der grösste Teil der Anwesenen den Saal verlassen, doch diese Berichte stimmen so nicht ganz: Zwar haben viele den Saal verlassen, doch darunter waren nur wenige offizielle Vertreter der Länder, sondern ein Publikum, das extra zu diesem Zweck eingeladen worden ist.
Kommentar ⇒ Netanjahu befindet sich im Wahlkampf und wer ihn kennt, weiss, dass diese Überlegungen in all seinen Aktionen mitschwingen. Insofern kann man davon ausgehen, dass sich ein grosser Teil seiner Ansprache nicht ausschliesslich an ein ausländisches Publikum, sondern in wesentlichenTeilen an ein israelisches gerichtet hat.
Weitere Informationen, Hintergrundartikel sowie die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Lesern findet ihr im Forum von Hasbara.news.
Hasbara.news lebt davon, dass seine Artikel weiterverbreitet werden.
Wenn ihr einen Artikel interessant oder wichtig findet, teilt ihn mit Freunden oder in euren sozialen Netzwerken und Gruppen – am einfachsten mit dem blauen Share-Button oben rechts. Jede Weiterempfehlung hilft, neue Leser zu erreichen.