In der vergangenen Woche hatte Hasbara.news mit massiven technischen Problemen zu kämpfen. Zeitweise war die Website sogar vollständig ausgefallen.

Inzwischen habe ich eine Lösung gefunden und bin mit Hasbara.news auf eine neue, leistungsfähigere Server-Infrastruktur umgezogen. Ihr habt das vielleicht bereits an deutlich kürzeren Ladezeiten bemerkt.
Doch die höhere Geschwindigkeit war gar nicht mein primäres Ziel. Viel wichtiger war mir, die Stabilität der Website zu verbessern und Ausfälle, wie wir sie in der vergangenen Woche erlebt haben, künftig möglichst zu verhindern.
Noch bin ich dabei, die neue Umgebung gründlich zu testen. Doch bislang funktioniert alles, was ich bereits überprüft habe, problemlos.
Um die zunehmenden Anforderungen an die weltweite Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Hasbara.news langfristig zu erfüllen, war der Umzug auf eine leistungsfähigere Server-Infrastruktur erforderlich. Damit steigen allerdings auch die laufenden Kosten. Nichts gibt es umsonst.
Erfreulicherweise haben sich in den letzten Tagen bereits ein paar Leser entschieden, Hasbara.news mit einem kleinen monatlichen Beitrag zu unterstützen. Besonders die neue Möglichkeit, über PayPal auf einfache Art regelmässige Spenden einzurichten – bereits ab 5 EUR pro Monat – scheint auf Interesse zu stossen.
Diese regelmässigen Beiträge sind für die Zukunft von Hasbara.news besonders wichtig, Denn sie ermöglichen es mir, nicht nur die Betriebskosten zu decken, sondern auch langfristiger zu planen.
Die Inhalte sind da. Die Technik ist da. Was noch wachsen muss, ist die finanzielle Basis.
Dabei geht es mir nicht darum, aus Hasbara.news ein kommerzielles Unternehmen zu machen, sondern darum, die Unabhängigkeit dieses Projekts zu bewahren und sicherzustellen, dass seine Inhalte auch längerfristig frei zugänglich bleiben.
Meine Dokumentation zum 7. Oktober hat inzwischen international über 200 Leser erreicht und die Leserzahlen steigen weiterhin. Schon bei 200 Lesern würde es genügen, wenn etwa jeder siebte Hasbara.news mit monatlich 5 USD unterstützt. Damit wären die Betriebskosten von voraussichtlich rund 150 USD pro Monat gedeckt.
Und je mehr Leser Hasbara.news erreicht, desto weniger von ihnen müssten sich finanziell beteiligen, um den Fortbestand dieses Projekts langfristig zu sichern.
Nur regelmässige Beiträge ermöglichen mir eine mittelfristige Planung, denn aus meinem eigenen Einkommen kann ich dieses Projekt nicht finanzieren.
Inhalt
Israel
In meinem letzten Wochenrückblick habe ich über die zunehmenden Spannungen zwischen Israel und Grossbritannien berichtet. Allerdings musste ich den Artikel aufgrund technischer Probleme vorzeitig abschliessen.

Ergänzend dazu sei hier erwähnt, dass Israel inzwischen auch die britischen Vertreter aus dem «International Gaza Support Center» in Kiryat Gat ausgewiesen, elf britischen Parlamentsmitgliedern und einem weiteren britischen Staatsangehörigen die Einreise untersagt und die britische Ausbildung palästinensischer Sicherheitskräfte in Judäa und Samaria beendet hat.
Besonders der letzte Punkt birgt einige Brisanz, denn diese palästinensischen Sicherheitskräfte werden in Israel zunehmend argwöhnisch betrachtet. Wiederholt wurden Angehörige dieser Einheiten als Beteiligte an Gewalttaten gegen Israelis identifiziert.
Hinzu kommt eine weitere problematische Praxis: Zwar nehmen die palästinensischen Sicherheitskräfte immer wieder mutmassliche Terroristen fest, wie es die Sicherheitszusammenarbeit im Rahmen der Oslo-Abkommen vorschreibt, doch oft werden diese bereits nach kurzer Zeit straffrei wieder freigelassen – eine Praxis, die in Israel seit Langem für erhebliche Kritik sorgt.
Dabei darf nicht übersehen werden, dass die palästinensischen Sicherheitskräfte über eine beträchtliche personelle und materielle Stärke verfügen. Sie sind bewaffnet, militärisch gut ausgebildet und verfügen über gepanzerte Fahrzeuge, moderne Kommunikationsmittel und weitere militärische Ausrüstung.
Der grösste Teil ihrer Ausbildung und Ausstattung wurde in der Vergangenheit durch westliche Staaten finanziert und unterstützt. Die USA haben ihre Unterstützung inzwischen eingestellt und nun wurde auch Grossbritannien ein wesentlicher Teil seiner bisherigen Unterstützung untersagt.
Israels Argwohn ist gut begründet.
Nach jüngsten israelischen Schätzungen umfassen die verschiedenen Sicherheitsapparate der Palästinensischen Autonomiebehörde inzwischen an die 70’000 Angehörige. Damit sind sie stärker als die Hamas vor ihrem Angriff vom 7. Oktober 2023.
Wie tief die Ablehnung Israels in Teilen der Bevölkerung der palästinensischen Gebiete verwurzelt ist, zeigen auch aktuelle Umfragen: Lediglich 41% der Befragten erkennen Israels Existenzrecht an, während 46% es ausdrücklich bestreiten. 42% halten es gar für möglich, die Existenz Israels eines Tages beenden zu können.
Wir können davon ausgehen, dass ähnliche politische Einstellungen auch innerhalb der palästinensischen Sicherheitskräfte verbreitet sind. Angesichts ihrer personellen Stärke, Bewaffnung und Ausbildung ist das für Israel ein sehr ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko.
Iran und die Strasse von Hormus
In der Strasse von Hormus und den angrenzenden Gewässern spitzt sich die Lage weiter zu. Beide Staaten, die USA und der Iran, behaupten von sich, diese Seestrasse zu kontrollieren.
Iranische Angriffe auf Handelsschiffe haben in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen. Dabei werden inzwischen auch Tanker ausserhalb der eigentlichen Meerenge getroffen.

Gleichzeitig setzen die USA ihre Seeblockade gegen Iran zunehmend mit militärischer Gewalt durch. Erst am 10. Oktober wurde ein panamaisches Frachtschiff im Golf von Oman von einem amerikanischen Kampfflugzeug angegriffen und manövrierunfähig gemacht, nachdem es laut US-Militär wiederholte Warnungen missachtet hatte.
Nach Angaben des amerikanischen Zentralkommandos wurden seit Mitte Juli bereits 135 Handelsschiffe zurückgewiesen, vier ausser Gefecht gesetzt und zehn Tanker zerstört, die dem Netzwerk der iranischen Revolutionsgarden zugerechnet werden.
Die Auswirkungen reichen weit über die Region hinaus. Die zunehmende Unsicherheit im Schiffsverkehr gefährdet einen der wichtigsten Transportwege für Erdöl und treibt die Kosten für den internationalen Handel in die Höhe.
Andererseits versuchen die USA, die stark gestiegenen Energiepreise zu senken. Dazu hat Präsident Trump inzwischen ein Lieferabkommen mit Russland abgeschlossen, das die Einfuhr russischen Diesels ermöglichen soll. Dafür wurden amerikanische Sanktionen gegen russische Energielieferungen vorübergehend gelockert.
In der Ukraine und in Europa stösst dieser Schritt auf heftige Kritik.
Nahost
Der Krieg zwischen den Houthis und Saudi-Arabien hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Am Samstag griffen die vom Iran unterstützten Houthis den internationalen Flughafen von Riad an. Dabei wurden zwölf Menschen getötet und mehr als 300 verletzt.
Bereits am Sonntag folgte ein weiterer Angriff auf denselben Flughafen, bei dem ein Terminal in Brand geriet. Saudi-Arabien kündigte eine entschlossene Reaktion an, während die Houthis mit weiteren Angriffen auf saudische Flughäfen drohten.

Am 5. Oktober meldeten die von Saudi-Arabien unterstützten jemenitischen Regierungstruppen die Rückeroberung der strategisch wichtigen Hafenstadt Mokha (Mocha) am Roten Meer sowie Geländegewinne an der Meerenge Bab al-Mandab.
Die Houthis bestreiten allerdings, Mokha verloren zu haben. Die tatsächliche Kontrolle der Stadt ist daher weiterhin unklar.
Eine weitere Entwicklung könnte den Konflikt erheblich verändern: Saudi-Arabien führt Gespräche mit Syrien über eine mögliche militärische Zusammenarbeit gegen die Houthis. Dabei soll auch die Entsendung syrischer Streitkräfte zur Diskussion stehen.
Das wäre eine bemerkenswerte Veränderung der regionalen Machtverhältnisse. Syrien, unter Assad noch ein enger Verbündeter Irans, könnte sich nun an militärischen Operationen gegen eine der wichtigsten vom Iran unterstützten Milizen beteiligen.
Damit würde auch Teheran zunehmend unter Druck geraten. Während Iran bereits mit der amerikanischen Seeblockade konfrontiert ist und die Hizbollah wesentlich geschwächt wurde, könnte nun einer seiner wichtigsten regionalen Verbündeten militärisch stärker bedrängt werden.
International

Der diesjährige Friedensnobelpreis ging an die südafrikanische Juristin Navi Pillay, die frühere UN-Hochkommissarin für Menschenrechte.
Das norwegische Nobelkomitee würdigt damit ihren “Einsatz für das internationale Recht”.
In Israel sorgt diese Entscheidung allerdings für heftige Empörung. Pillay hatte sich bereits Jahre vor ihrer Ernennung zur Vorsitzenden einer UN-Untersuchungskommission deutlich gegen Israel positioniert. Dass folgende “Leistungen” zum Frieden beitragen sollen, bestreitet Israel vehement:
- 2020 unterzeichnete Pillay einen Aufruf zu Sanktionen gegen Israel.
- 2021 forderte sie Präsident Biden auf, gegen Israel vorzugehen – noch bevor sie den Vorsitz der Untersuchungskommission der UNO übernahm.
- 2025 präsentierte diese Kommission ihren Bericht mit dem Völkermordvorwurf gegen Israel.

Garry Kasparov Schachweltmeister von 1985 bis 2000
Das israelische Aussenministerium verurteilte die Preisvergabe mit ungewöhnlich scharfen Worten: Wäre ein Preis für Lügen, Hass und Verleumdungen zu vergeben, gehöre Pillay zu den aussichtsreichsten Kandidaten. Das Nobelkomitee habe mit seiner Entscheidung die grösste Lüge des 21. Jahrhunderts belohnt.
Die Stellungnahme endet mit dem Satz: “Joseph Goebbels applaudiert bestimmt aus der Hölle”
Auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verurteilte die Entscheidung scharf. Das Nobelkomitee habe seinen moralischen Kompass verloren und zeichne eine Frau aus, die ihre Karriere darauf aufgebaut habe, Ritualmordlegenden gegen den jüdischen Staat zu erfinden und zu verbreiten.
Weitere Informationen, Hintergrundartikel sowie die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Lesern findet ihr im Forum von Hasbara.news.
Hasbara.news lebt davon, dass seine Artikel weiterverbreitet werden.
Wenn ihr einen Artikel interessant oder wichtig findet, teilt ihn mit Freunden oder in euren sozialen Netzwerken und Gruppen – am einfachsten mit dem blauen Share-Button oben rechts. Jede Weiterempfehlung hilft, neue Leser zu erreichen.