שנה טובה ומתוקה

Shana Tova uMetuka – Ein gutes und süsses Jahr!


In meinem Artikel über Rosh HaShana und Yom Kippur habe ich die Bedeutung dieser Festtage ausführlich erklärt. All dies gilt nun auch für mich. An dieser Stelle insbesondere euch, meiner treuen Leserschaft, gegenüber.

Damit meine ich ganz bewusst nicht mein persönliches Leben. Wo ich einem Menschen gegenüber etwas zu bereinigen habe, das ist eine Angelegenheit zwischen diesem Menschen und mir. Eine allgemeine öffentliche Bitte um Vergebung würde daran nichts ändern. Er würde sie vermutlich nicht einmal zu Gesicht bekommen.

Euch gegenüber trage ich jedoch eine spezielle Verantwortung, nämlich die Verantwortung dafür, was ich hier schreibe und veröffentliche.

Wenn ich auf das vergangene Jahr zurückblicke, bin ich mit mir eigentlich recht zufrieden. Ich habe viel erreicht:

  • Aus der früheren “Tageszeitung” ist ein “Magazin” geworden. Weniger nur kurzfristig aktuelle Einzelnachrichten, sondern strukturierte Artikel mit den wichtigsten Nachrichten im Rückblick, Analysen und längerfristig relevanten Hintergrundinformationen.
  • Parallel dazu habe ich zahlreiche umfangreiche Artikel zu Israel, seiner Geschichte, seinen Kriegen, seiner Politik und zum Judentum verfasst. Einige davon sind zu eigentlichen Nachschlagewerken geworden, auf die man in aktuellen Zusammenhängen immer wieder zurückgreifen kann.
  • Ich habe mir dabei Mühe gegeben, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären und mich dabei auf das jeweils wirklich Wesentliche zu konzentrieren. Dabei war es mir stets wichtig, Fakten, eigene Analysen und Kommentare klar voneinander zu unterscheiden.
  • Bei meinen Artikeln stecke ich viel Aufwand in die Überprüfung von Informationen. Meiner Seite soll man vertrauen können! Dazu habe ich meine Quellenbasis erheblich erweitert und greife zunehmend auf israelische, arabische und internationale Quellen zurück, um Ereignisse auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen und sie aus unterschiedlichen Perspektiven beurteilen zu können.
  • Mit zwei eigenen Seiten über Organisationen und Quellen (siehe Seitenfuss) erleichtere ich es meinen Lesern, sich selbst und direkt beim Ursprung zu informieren.
  • Die überarbeitete Menustruktur und die Kategorisierung der Artikel erleichtern ein gezieltes Filtern: Will ich jetzt nur News lesen? Oder generell etwas über Israel nachschlagen? Oder interessieren mich bestimmte Aspekte des Judentums?
  • Hasbara.news ist dadurch ergonomischer und technisch wesentlich besser geworden: übersichtlicher, mehrsprachig, besser vernetzt und mit vielen kleinen Verbesserungen, die das Lesen und Weiterverfolgen von Themen erleichtern.
  • Mit der App für Android und iPhone ist eine weitere Möglichkeit hinzugekommen, über neue Beiträge direkt und unabhängig von den Algorithmen sozialer Medien informiert zu werden. Bald wird eine neue Version dieser App verfügbar sein, die in vielen Aspekten verbessert wurde.
  • Die Verbreitung ist gewachsen. Viele meiner Artikel werden über WhatsApp-Gruppen, Facebook, X und andere Kanäle weitergegeben und erreichen damit Menschen weit ausserhalb meines unmittelbaren Leserkreises. Die Artikel werden inzwischen auf allen Kontinenten und in vielen Sprachen gelesen.
  • Und besonders wichtig: Es entsteht langsam eine Gemeinschaft von Lesern, die nicht nur liest, sondern auch kommentiert, Fragen stellt, widerspricht, zusätzliche Informationen liefert und Artikel weiterverbreitet.

Hasbara.news lebt auf zwei Ebenen. Die eine besteht aus den Artikeln selbst – eine andere ist der Kommentarbereich unter den Artikeln und Beiträge im Forum. Diese beiden Ebenen unterscheide ich ganz bewusst.

Meine Artikel sollen in erster Linie informieren: nüchtern, sachlich und möglichst wenig wertend. Ich stecke viel Zeit in sie und achte ganz besonders auf die Sprache, denn Sprache ist wichtig: Obwohl damit dasselbe ausgedrückt wird, macht es einen Unterschied, ob von “der Westbank” gesprochen wird, von “Judäa und Samaria” oder von “den ehemals jordanisch okkupierten Gebieten”.

In diesem Bereich wüsste ich nicht, wo ich noch etwas verbessern könnte. Ich muss bloss darauf achten, diesbezüglich nicht nachlässig zu werden. Erfolg kann einem in den Kopf steigen – und das soll mir nicht passieren.

Im Kommentarbereich und im Forum hingegen geht es um Meinungen – meine eigenen ebenso wie diejenigen meiner Leser. Hier darf mit harten Bandagen debattiert werden und niemand soll sich scheuen, seine Meinung klar zum Ausdruck zu bringen. Ich bemühe mich dabei jedoch stets, sachlich zu bleiben, auf die vorgebrachten Argumente einzugehen und nie auf eine persönliche Ebene abzudriften.

Ob mir dies immer gelingt, kann ich allerdings nur schwer beurteilen. Mir ist jedenfalls kein Fall bewusst, in dem ich jemanden persönlich angegriffen oder ihm zu nahe getreten wäre. Sollte dies dennoch geschehen sein, bitte ich dafür um Entschuldigung. Es war sicherlich nie meine Absicht.

Das bedeutet allerdings nicht, dass ich für die Gefühle anderer verantwortlich bin. Eine klar geäusserte Meinung kann verletzen oder verärgern – doch dies macht sie nicht zu einem persönlichen Angriff.

Im kommenden Jahr will ich mir jedenfalls weiterhin viel Mühe geben, diese Grenze nicht zu überschreiten – selbst dann, wenn mir einzelne Themen oder Positionen unter die Haut gehen und eine allzu spontane Reaktion heftig ausfallen könnte.


Für die kommenden Tage wünsche ich euch und euren Familien ein gutes und süsses neues Jahr, besinnliche Feiertage und für Yom Kippur ein leichtes und bedeutungsvolles Fasten.

Möget ihr alle gut ins “Buch des Lebens” eingetragen werden!


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Weitere Informationen, Hintergrundartikel sowie die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Lesern findet ihr im Forum von Hasbara.news.

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One thought on “שנה טובה ומתוקה

  1. Oh, mach dir keine Gedanken. Wer austeilt, muss einstecken können, sonst macht das alles keinen Spaß. Zudem habe ich große Sympathien für das Judentum in seiner Pluralität. Also mögest du im Buch im Lebens eingeschrieben sein für ein gutes Jahr.

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