8.10.2026 – Wochenrückblick

WICHTIGER HINWEIS: Technische Probleme bei Hasbara.news

Seit gestern kämpft Hasbara.news mit erheblichen technischen Problemen beim Hosting-Anbieter. Wiederholt kommt es zu Datenbankfehlern, die inzwischen auch das Speichern und Veröffentlichen von Beiträgen verhindern.

Hinzu kommen Einschränkungen beim Hosting von Videodateien, die insbesondere meine visuellen Dokumentationen betreffen.

Ich prüfe deshalb derzeit verschiedene Möglichkeiten, darunter auch einen vollständigen Umzug von Hasbara.news zu einem anderen Hosting-Anbieter.

Ein solcher Umzug ist allerdings nicht nur mit erheblichem technischem Aufwand verbunden, sondern verursacht auch zusätzliche Kosten. Hasbara.news ist ein unabhängiges, privat betriebenes und finanziertes Projekt.

Bis die technischen Probleme dauerhaft gelöst sind, muss ich die Veröffentlichung neuer Beiträge vorübergehend einstellen. Auch diesen Post muss ich vorzeitig abbrechen.

Die bereits publizierten Inhalte sollen selbstverständlich weiterhin zugänglich bleiben, soweit dies technisch möglich ist.

Wer meine Arbeit und den weiteren Betrieb von Hasbara.news unterstützen möchte, findet dazu Informationen auf meiner Sponsoren-Seite.

Ich danke allen Leserinnen und Lesern für ihr Verständnis und ihre Unterstützung.

Inhalt


7.Oktober 2023

In der vergangenen Woche habe ich daran gearbeitet, eine Dokumentation über den 7. Oktober 2023 zu erstellen.

In 6 Kapiteln (Einleitung ⇒ Der Angriff ⇒ Die Geiseln ⇒ Hilfe kommt ⇒ Die Asche ⇒ Die Reaktionen) beschreibe ich, was damals geschehen ist und was die Folgen dieses brutalen Angriffs sind.

Diese Kapitel bestehen jeweils aus einem erklärenden Textteil und einem Video, das die Ereignisse in Bildern zeigt. Viele dieser Bilder sind damals von den gazanischen Angreifern selbst aufgenommen und stolz im Internet verbreitet worden. Teilweise sind sie sehr schwer anzusehen.

Das war viel Arbeit, doch mir war es wichtig, diese Dokumentation vor dem 7. Oktober, also dem internationalen Erinnerungstag, publizieren zu können.

Der nationale Erinnerungstag in Israel richtet sich hingegen nach dem jüdischen Kalender und müsste eigentlich an Simchat Torah stattfinden. Doch Simchat Torah (am 22. Tishri in Israel, am 22./23. Tishri ausserhalb) ist ein freudiger Tag, an welchem wir den Empfang der Torah feiern. Diese Freude soll nicht durch eine nationale Trauer überschattet werden. Deshalb wurde der Erinnerungstag auf den 24. Tishri gelegt, unmittelbar nach den Feiertagen – in diesem Jahr also auf den 5. Oktober.

Ich wünsche mir, dass diese sorgfältig aufgearbeitete und umfangreich dokumentierte Darstellung möglichst weit verbreitet wird. Nicht weil jeder meine Schlussfolgerungen teilen muss, sondern weil man sich eine Meinung über den Krieg im Nahen Osten nur dann bilden kann, wenn man weiss, womit er begonnen hat und was er bewirkt hat.

Wie alle Seiten auf Hasbara.news ist er mehrsprachig und kann in vielen Sprachen gelesen werden.

Manchmal geht mir dabei auch ein drastischerer Gedanke durch den Kopf: Ich würde mir wünschen, dass jeder wegen Gewalttaten bei einer “Pro-Palästina”-Demonstration Verurteilte dazu verpflichtet würde, sich diese Dokumentation vollständig anzusehen. Nicht als Strafe – sondern damit er wahrnimmt, was er unterstützt.

Israel

Wir stehen zwischen dem Erinnerungstag an den 7. Oktober und den nationalen Wahlen in drei Wochen, am 27. Oktober.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich auf ein hochinteressantes Gespräch auf «Ask Haviv Anything» mit Gadi Taub hinweisen, einem bekannten Autor und faszinierenden politischen Kommentator. Das Gespräch beschäftigt sich mit genau diesen beiden Themen (auf Englisch).

Es lohnt sich sehr, dieses Gespräch anzuhören!


Zwischen Israel und Grossbritannien kam es diese Woche zu erheblichen diplomatischen Spannungen. Israel ordnete die Schliessung des britischen Generalkonsulats im ehemaligen Ostjerusalem und entzog den dortigen Diplomaten ihre diplomatischen Akkreditierung, worauf diese ihr Aufenthalts- und Arbeitsrecht in Israel verlieren.

Hintergrund sind unter anderem die zunehmend israelfeindliche Haltung Grossbritaniens, insbesondere der Grünen und der Labour-Partei, und die britischen Massnahmen gegen israelische Gemeinden in Judäa und Samaria (Westjordanland).

London drohte daraufhin seinerseits mit der Ausweisung von 27 israelischen Diplomaten.

Inzwischen konnte nach diplomatischen Gesprächen eine weitere Eskalation abgewendet werden. Das britische Generalkonsulat wurde wie von Israel verlangt geschlossen. 20 Diplomaten, darunter die Generalkonsulin, müssen Israel verlassen. Grossbritannien darf jedoch im bisherigen Gebäude mit sieben Diplomaten eine neue, stark eingeschränkte Vertretung unter der Bezeichnung «UK Mission, Jerusalem» weiterführen. Im Gegenzug verzichtet London vorerst auf die angedrohte Ausweisung israelischer Diplomaten.

Damit endet nach fast 190 Jahren die Geschichte des britischen Generalkonsulats in Jerusalem, das 1838/39, noch unter osmanischer Herrschaft, gegründet worden war.

Das britische Generalkonsulat in Jerusalem trug bis zuletzt seine historische Bezeichnung «British Consulate General Jerusalem». Die bereits im 19. Jahrhundert gegründete Vertretung bestand auch während der britischen Mandatszeit und darüber hinaus. Seit dem 8. Oktober 2026 trägt sie die neue Bezeichnung «UK Mission, Jerusalem».

Bemerkenswert ist dabei, dass die britische Vertretung in Israels Hauptstadt zwar die Bezeichnung «British Consulate General Jerusalem» trug, jedoch nicht für die diplomatischen Beziehungen zu Israel zuständig war. Sie diente vielmehr als britische Vertretung gegenüber den Palästinensern, also Ausländern in Israel. Die diplomatischen Beziehungen zu Israel und Israelis wurden über die britische Botschaft in Tel Aviv unterhalten.


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