9.7.2026 – Vorwärts in die Vergangenheit

Hätte ich noch ältere News-Beiträge, könnte ich fast einen von ihnen mit dem heutigen Datum versehen und ihn als aktuelle News publizieren. Wir stehen wieder da, wo wir vor einigen Wochen standen:

  • Das zwischen dem Iran und der amerikanischen Vance-Delegation ausgehandelte MoU (Memorandum of Understanding) ist tot. Nachdem der Iran erneut Schiffe in der Strasse von Hormuz beschossen hat, hat Donald Trump dessen Ende angekündigt.
  • Seither fliegen die USA wieder heftige Angriffe auf den Iran.
  • Und auch der Iran beschiesst wieder, wie zuvor, die Golfstaaten. Auch auf Jordanien wird geschossen.
  • In Gaza wird alle paar Tage ein weiterer Nukhba-Terrorist eliminiert.
  • Im Süden des Libanon werden laufend neue Waffenlager und Kommandoposten der Hisbollah entdeckt und vernichtet.
  • In Judäa und Samaria finden nach wie vor Razzien statt und weitere Terrorzellen und Waffenlager werden aufgestöbert und ausgehoben.

Also alles wie gehabt: Nichts Neues im Nahen Osten.

Inhalt

USA und Iran

In der Nacht auf Montag griff der Iran zwei Tanker in der Strasse von Hormus an.

Einer der beiden Tanker gehörte Katar. Er wurde beschädigt.

Amerikanische Quellen berichten, dass neben dem katarischen Tanker ein weiterer Tanker angegriffen worden sei.

Kurz darauf wurde ein drittes Handelsschiff beschossen und wenig später wird von 5 Schiffen berichtet.


Dies wurde der Auslöser für eine heftige amerikanische Gegenreaktion.


In der Nacht darauf flogen die USA 80 Angriffe auf iranische militärische Ziele.

Die Angriffe galten iranischen Luftverteidigungssystemen, Führungs- und Kontrollnetzwerken, Küstenradarstationen, Abschusskapazitäten für Schiffe sowie über 60 Schnellboote der Revolutionsgarden, die in der Strasse von Hormus und ihrer Umgebung operierten.

Laut iranischen Quellen wurden Ziele im Hafen von Bandar Abbas, auf den Inseln Qeshm und Sirik – alle im Süden Irans – angegriffen.

Zusätzlich zu diesen militärischen Aktionen kündigten die USA die Aufhebung der Ausnahmeregelung an, die sie dem Iran von den Sanktionen beim Verkauf von Öl und petrochemischen Produkten gewährt hatten.


Daraufhin die iranischen Revolutionsgarden: “Wir haben als erste Reaktion auf die amerikanischen Angriffe 85 Ziele in Bahrain und Kuwait angegriffen”

Dies geht aus einer Erklärung der iranischen Revolutionsgarden hervor:

„Als erste Reaktion auf die Aggression führten die Marine- und Luftstreitkräfte der Revolutionsgarden eine kombinierte Raketen- und Drohnenoperation durch. Dabei wurden 85 Ziele angegriffen, darunter wichtige amerikanische Militäreinrichtungen im Hafen von Salman, im Hauptquartier der 5. US-Flotte in Bahrain und auf dem Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salem in Kuwait. Eine amerikanische MQ-9-Drohne, die versuchte, in die Operation einzugreifen und sie zu stören, wurde abgeschossen“


Damit sind wir bezüglich des Irans wieder auf Feld 1: Donald Trump kündigt weitere heftige Angriffe an und erklärt das MoU für aufgekündigt. Der Plan von Vance, Kushner und Witkoff ist damit gescheitert.

Die amerikanischen Angriffe dauern bis heute an. Bombardiert werden wichtige Transportrouten (unter anderem wurde die durchs Land reisende Begräbniszeremonie für Chamenei unterbrochen), industrielle Anlagen und auch die Insel Kharg. Auch in der Nähe des Atomkraftwerks in Bushehr schlugen Bomben ein und die iranische Zugverbindung nach Russland und China wurde zerstört.


Diesmal fliegen die USA ihre Angriffe alleine. Israel unterstützt sie dabei nicht.

Kommentar ⇒ Es ist, als würde man sich in Israel sagen: “Ihr, die USA, habt uns im 12-Tagekrieg daran gehindert, die Sache zu Ende zu bringen und das Regime zu beseitigen, jetzt löffelt die Suppe, die ihr damit eingebrockt hat, gefälligst selbst aus”

Israel ist zwar in höchster Alarmbereitschaft, doch bislang haben weder der Iran noch die Houthis auf Israel geschossen.

Gaza

Israel lässt nicht locker: Die rund 3’000 Gazaner, die am 7. Oktober 2023 Israel überfallen haben, werden gnadenlos verfolgt. Sie haben selbst die Videos in Netz gestellt, mit Hilfe derer sie identifiziert werden können, Aussagen von Gefangenen und in Tunnels aufgefundene Dokumente tun das Übrige.

Ihnen bleiben zwei Möglichkeiten: Entweder sie ergeben sich und werden in ein israelisches Gefängnis gesteckt, wo sie mit hoher Wahrscheinlichkeit die Todesstrafe erwartet – oder sie kämpfen weiter, bis sie in Gaza entdeckt und eliminiert werden.

Zwar gelang einigen von ihnen die Flucht, unter anderem auch nach Europa, den meisten jedoch nicht.

Wie viele von ihnen bereits von ihrem Schicksal ereilt worden sind, habe ich nicht gezählt. Doch alle paar Tage wird von Weiteren berichtet.


In Gaza wurde ein 16 km langes Tunnelsystem mit mehr als 30’000 qm Beton versiegelt.

Das System umfasste etwa 80 Wohneinheiten, diente der Hamas als Kommandozentrale und wurde auch zur Planung und Durchführung von Terroranschlägen genutzt.

Der Tunnel befand sich in der Nähe des Philadelphia Corridor und verlief unter einem Wohngebiet, Moscheen, Kindergärten, Kliniken, einer Schule und einer UNRWA-Klinik.


Hamas-Sicherheitsapparat im Gazastreifen:

“Wir haben den Kollaborateur M.M. (Initialen seines Namens) hingerichtet, der Israel bei der Eliminierung von Izz al-Din al-Haddad, dem Kommandeur des militärischen Arms der Hamas, unterstützt hat”

Laut der Hamas unterstützte Mahana (M.M.) Israel im Laufe des Krieges bei der Eliminierung von 37 hochrangigen Hamas-Funktionären.

Kommentar ⇒ Ein weiteres “von Israel ermordetes palästinensisches Kind”

Libanon

Während getötete Hisbollah-Kämpfer zu Grabe getragen werden, sagt der stellvertretende Vorsitzende des politischen Rates der Hisbollah, Mahmoud Qamati, zum Abkommen zwischen Israel und dem Libanon:

„Das Abkommen war von Anfang an zum Scheitern verurteilt, es ist nicht umsetzbar und es besteht absolut keine Notwendigkeit, die Bevölkerung auf die Strasse zu bringen“

Und der libanesische Parlamentsabgeordnete der Hisbollah, Ihab Hamadeh, meint dazu:

„Das unterzeichnete Abkommen ist nichts als leere Worte. Es ist nicht einmal das Papier wert, auf dem es geschrieben steht“


Nawaf Mousawi, ein libanesisches Parlamentsmitglied der Hisbollah, behauptet, dass der libanesische Präsident Joseph Aoun den Oberbefehlshaber der libanesischen Armee, Rodolphe Heikal, zum Rücktritt aufgefordert habe.

Heikel wird vorgeworfen, der Hisbollah nahe zu stehen und Anordnungen der Regierung, dezidierter gegen die Hisbollah vorzugehen, unterlaufen zu haben. Die USA und Israel verlangen seit Längerem, dass er ersetzt werden müsse, wenn die Armee wirklich gegen die Hisbollah vorgehen soll.

Der Sprecher des libanesischen Parlaments, Nabih Berri, Vorsitzender der schiitischen Amal-Bewegung, äusserte sich in einem Interview mit der der Hisbollah nahestehenden Zeitung „Al-Akhbar“ zum Abkommen mit Israel wie folgt:

  • Zu Berichten über eine geplante Entlassung des Oberbefehlshabers der libanesischen Armee: Niemand sollte es wagen, darüber zu scherzen. Niemand sollte mit der Armee oder dem Militär spielen – das ist eine rote Linie.
  • Die libanesische Armee ist eine rote Linie und eine der Säulen der nationalen Stabilität sowie die wichtigste Garantie für den inneren Frieden.
  • Dies sind „Diktat-Vereinbarungen”, kein Abkommen, das die Rechte des Libanon wahrt.
  • Dieses Abkommen ist zehnmal schlechter als das Abkommen vom 17. Mai 1983.
  • Wir werden uns nicht in Strassenproteste oder Reaktionen hineinziehen lassen, die instrumentalisiert werden könnten, um das Land in Chaos und interne Konflikte zu stürzen.
  • Die grösste Gefahr des Abkommens besteht darin, dass es die Tür für Spaltung und Konfrontation unter den Libanesen selbst öffnen könnte und damit der israelischen Besatzung dienen wird.
  • Die Minister der Amal-Bewegung werden an den Regierungssitzungen teilnehmen, in denen das Abkommen erörtert wird, und ihre Position innerhalb der staatlichen Institutionen darlegen.

Das Abkommen als „Fitna“ (Bürgerkrieg/innere Spaltung) zu bezeichnen, ist die schärfste politische Warnung, denn es handelt sich nicht nur um eine politische Meinungsverschiedenheit, sondern um eine Bedrohung für die Einheit des Libanon und des libanesischen Volkes.

Zur bestehenden Distanz zum Präsidentenpalast und seinem Verhältnis zu Präsident Joseph Aoun sagte er: „Er ruft mich nicht an, und ich rufe ihn nicht an.“

Nabih Berri gilt neben dem Präsidenten und dem Premierminister als eine der drei ranghöchsten Persönlichkeiten im Libanon. Er ist Schiit und der Einzige der drei hochrangigen Beamten, der das Abkommen ablehnt.


Der Kommandeur des US Central Command (CENTCOM), Brad Cooper, traf sich mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun.

Sie besprachen die Vorbereitungen für den Beginn der Umsetzung des zwischen dem Libanon und Israel unterzeichneten Abkommens.

Inzwischen haben Frankreich und Italien angekündigt, dass sie Truppen zur Unterstützung der libanesischen Armee in den Libanon entsenden werden. Auch Griechenland hat dem Libanon Unterstützung bei der Umsetzung des Abkommens mit Israel zugesichert.


Die israelischen Streitkräfte bereiten sich auf eine bevorstehende Sprengung eines Tunnelsystems im Südlibanon vor – die Bewohner des Nordens wurden darüber informiert, dass die Explosion eine Erdbebenwarnung auslösen könnte.

Kurz darauf berichten libanesische Quellen von der Sprengung eines Tunnelsystems im Dorf Majdal Zoun.

Soldaten der israelischen Armee (IDF) hatten in diesem unterirdischen Komplex der Hisbollah Hunderte von Waffen und vier auf israelisches Gebiet gerichteten Abschussschächten entdeckt. Der Komplex war mit Technologie und Fachwissen des iranischen Terrorregimes errichtet worden. Der Tunnel war über 200 Meter lang und mehr als 25 Meter tief.

Die Sprengung hat einen riesigen Krater hinterlassen und das Dorf in zwei Teile zerteilt.

Syrien

Syrien: Der französische Präsident Macron ist zu seinem ersten offiziellen Besuch in Damaskus gelandet. Der syrische Aussenminister begrüsste ihn am Flugzeug.

Wenig später explodierte eine Autobombe vor dem Hotel, in welchem er untergebracht war. Doch er hatte das Hotel bereits 15 Minuten zuvor verlassen und war unterwegs in den Präsidentenpalast, wo ihn Abu Mohammad al-Julani erwartete. Danach besuchte Macron gemeinsam mit ihm die Umayyaden-Moschee in Damaskus.

International

Ibrahim Traoré, der Anführer der Militärjunta in Burkina Faso (Westafrika), der eine antiwestliche Haltung vertritt und Frankreich kürzlich aus dem Land geworfen hat, präsentierte sich auf besonders herzlichen Fotos von der Beglaubigungszeremonie des israelischen Botschafters Simon Seroussi (der auch als israelischer Botschafter in der Elfenbeinküste, Togo und Benin tätig ist).

Burkina Faso unterhält weiterhin gute Beziehungen zu Israel. Kürzlich gab es Berichte über geheime Verhandlungen zur Vertiefung der Beziehungen zwischen Israel und Mali, Burkina Fasos Nachbarland.

Für Israel ist es von grosser Bedeutung, seine Beziehungen in Afrika zu stärken, denn die Türkei arbeitet intensiv daran, ihren Einfluss in Afrika auszubauen.


In Peru hat die israelfreundliche rechtsbürgerliche Kandidatin Keiko Fujimori die Präsidentschaftswahlen gewonnen.

Sie wird die bisherige linke, israelfeindliche Regierung von Roberto Sánchez ablösen.

Im Oktober stehen Wahlen in Brasilien an. Ob auch dort die israelfeindliche Regierung abgelöst wird, werden wir also bald sehen.


Argentinien: Aus der bewegenden Rede des argentinischen Präsidenten Javier Milei auf der Konferenz der Stiftung „Verbündete Israels“:

  • Israel ist die Bastion des Westens. Es ist die Mauer, die eine Eskalation gegen den Westen verhindert.
  • Der Kampf gegen Israel endet nicht mit Israel. Wenn Israel fällt, werden sie sich auch gegen den gesamten Westen wenden.
  • Wenn sie Israel zerstören, werden sie den gesamten Westen zerstören.
  • Der Westen ist im Kern ein Produkt jüdisch-christlicher Werte. Diese Werte haben ihren Ursprung in Israel.
  • Wenn sie Israel angreifen, greifen sie nicht nur ein Stück Land an – sie greifen die Wurzeln an, aus denen alle freien Menschen im Westen erwachsen sind.
  • Wir waren das erste Land in Südamerika, das die Stiftung „Verbündete Israels“ anführte, und wir gehörten zu den führenden Kräften hinter den Abraham-Abkommen.
  • Vom ersten Tag meiner Präsidentschaft an habe ich mich entschlossen, Argentinien auf die richtige Seite der Geschichte zu stellen.
  • Und ich glaube, dass wir dies gemeinsam auch für die gesamte Region erreichen können. Es liegt in unserer Verantwortung, Lateinamerika auf die richtige Seite zu stellen – auf die Seite des Lebens, der Freiheit und der Demokratie.
  • Es besteht ein Bündnis zwischen der radikalen Linken und dem islamistischen Terror. Es ist kein bloss vorübergehendes Bündnis. Es ist eine Bruderschaft des Bösen, die auf dem Hass auf die westliche Zivilisation beruht, deren Vorreiter das jüdische Volk ist.
  • Amalek ist nicht bloss eine Figur aus einer bestimmten Schlacht. Er ist ein Ausdruck des Bösen, das wiederkehrt und in jeder Generation erscheint, jedes Mal mit einem neuen Gesicht.
  • In der Vergangenheit war es der Pharao. Danach traten andere Formen des Antisemitismus auf, die im Holocaust ihren Höhepunkt erreichten. Heute sind es das Regime in Teheran, die Hamas, die Hisbollah und das Netzwerk der sie unterstützenden Elemente.

Unterdessen unsere Freunde in Spanien:

Die San-Fermín-Feierlichkeiten in Pamplona, ​​Spanien, haben heute begonnen und dauern bis zum 14. des Monats.

Die Feiernden in Spanien hielten ein riesiges Schild hoch: „Zerstört Israel!“


Elderly man in a dark suit and coral tie speaks at a podium with two microphones, in front of a UN backdrop and multicolored flags.

Judenhass zu füttern kostet Geld. An der UN-Spendenkonferenz für UNRWA ruft Guterres mit einem dringenden Spendenaufruf um Hilfe.

Die UNRWA hat im Jahr 2025 Spenden in Höhe von rund 829 Millionen USD erhalten – eine Summe, die lediglich 27% ihres Finanzierungsbedarfs deckt.

Trumps Friedensrat antwortet auf die UN-Spendenkonferenz für UNRWA: “Im neuen Gazastreifen gibt es keinen Platz für UNRWA”.


Keir Starmer, der scheidende Premierminister Grossbritanniens, bei einer Veranstaltung der LGBTQ-Community:

“Ich bin ziemlich stolz darauf, dass wir das schwulste Parlament haben”

“Ich glaube nicht, dass es ein schwuleres Parlament gibt als dieses”


Es wird langsam Zeit, dass sich normale Menschen *) als “unterdrückte Mehrheit” konstituieren!

Gemäss der aktuellen Definition von Demokratie ist man ohne das Adjektiv “unterdrückt” als Mehrheit politisch chancenlos.

*) Richtitg gelesen: Ich bezeichne heterosexuelle Menschen als normal – und damit schwule als abnormal – weil dies eine Regel der Natur ist: Leben, das sich nicht vermehrt, stirbt aus. Das gilt so nicht nur für Menschen und Tiere, es gilt auch für viele Pflanzen.

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