10.2.2026

Heute nur kurz – ich war den ganzen Tag unterwegs, denn ich habe meine Fau aus der Negev, in der Nähe von Be’eri, abgeholt, wo sie der 93-jährigen Mutter einer Freundin geholfen hat, weil ihre Pflegehilfe im Urlaub ist.

Sechs Stunden Autofahrt auf israelischen Strassen. Wer es kennt, der weiß, wie das ermüdet. 🙂

Inhalt

Israel

Gegen die Luftverschmutzung in Judäa und Samaria werden jetzt harte Maßnahmen ergriffen.

Die Zivilverwaltung arbeitete daran, illegale Verbrennungsstätten in Na’alin zu beseitigen. Dabei setzte sie eine Wärmebilddrohne ein, entfernte tonnenweise Abfall und beschlagnahmte mehr als 30 Lastwagen.

Bissiger Kommentar – Die unterstützenden Worte von Umweltorganisationen, allen voran Greta Thunberg, werden sicher bald erfolgen.


Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird Präsident Trump während seines Besuchs in den USA Israels Position zu den Verhandlungen mit dem Iran darlegen.

Gaza

Nachdem Terroristen aus einem Tunnel in Rafah auf IDF-Truppen geschossen hatten (ich habe gestern berichtet), nahmen IDF und ISA Hamas-Kämpfer im Gazastreifen ins Visier.


Der stellvertretende Kommandeur der Alexandroni-Brigade ist sich sicher: Es gäbe keine Tunnel mehr, die nach Israel führen.

Die israelischen Streitkräfte wissen heute mit Sicherheit, dass es keine Tunnel mehr gibt, die vom Gazastreifen nach Israel führen“, betonte Oberstleutnant M. Er erklärte, dass technologische Fortschritte es den Streitkräften ermöglichen, ein genaues Lagebild über die Situation unter der Erde zu erhalten. „Die Gefahr von Tunneln nach Israel ist nahezu inexistent. Innerhalb des Sicherheitsbereichs und in den von den israelischen Streitkräften kontrollierten Gebieten existieren jedoch noch Infrastrukturen und die Streitkräfte operieren weiterhin täglich, um diese aufzuspüren und zu zerstören.“


Laut einem Bericht von Doron Kadosh schickt die Hamas Frauen und Kinder, um die Reaktion der israelischen Streitkräfte auf Verstöße gegen die Waffenruhe zu testen, während sich die israelischen Streitkräfte auf eine großangelegte Infiltration von Nukhba vorbereiten.

Wenn ein bewaffneter Terrorist eine Bedrohung darstellt, gibt es kein Dilemma“, sagen die Soldaten in Gaza. „Das Dilemma entsteht, wenn wir Frauen und Kinder sehen. Wir sind noch immer eine humanitäre Armee.

Den Sicherheitskräften zufolge ereignen sich solche Vorfälle fast täglich, oft sind Terroristen unter ihnen, die mit Kalaschnikows, Pistolen und sogar Äxten bewaffnet sind.

Vergangenen Shabbat habe ich sehr lange mit einem jungen Soldaten gesprochen. Ein Panzerfahrer, der in Gaza und auch im Libanon eingesetzt wird. Er hat mir sehr viel erzählt, auch über die psychologischen Probleme, die unsere Soldaten in solchen Situationen haben.

Ich habe eine psychologische Ausbildung. Das hat wohl dazu beigetragen, dass er mir „sein Herz geöffnet“ hat.

Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich über diese Gespräche einen eigenen Artikel veröffentlichen.

Syrien

IDF-Truppen haben eine nächtliche Operation im Süden Syriens erfolgreich abgeschlossen, bei der sie Waffen beschlagnahmten und ein Waffenlager der Terrororganisation Jamaa Islamiya demontierten.

Letzte Woche haben IDF-Truppen eine nächtliche Operation durchgeführt, um ein Waffenlager der Terrororganisation Jamaa Islamiya in der Region Beit Jinn im Süden Syriens aufzuspüren und zu demontieren (Bericht mit Video).

Iran

Marc Zell, der Vorsitzende der Republikanischen Partei in Israel, sagt, Netanyahu und Trump stünden in enger Abstimmung und schätzt, dass ihr Treffen auch die Planung eines Angriffs nach dem Scheitern der Gespräche mit dem Iran beinhalten werde.

Zell äußert sich äußerst skeptisch zu den laufenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. „Diese Verhandlungen werden zu nichts führen“, sagt er. „Es ist ein letzter verzweifelter Versuch, irgendeine Art von Einigung zu erzielen. Sowohl die Amerikaner als auch wir in Israel wissen, dass ein dauerhaftes Abkommen mit dem iranischen Regime unmöglich ist.“ Laut Zell dienen die Gespräche in Washington dennoch einem politischen Zweck: Sie ermöglichen es der Regierung, später behaupten zu können, sie habe alles versucht, eine Einigung zu erzielen.


Während die USA ihre militärische Präsenz am Golf verstärken, ruft Irans Oberster Führer Ayatollah Khamenei sein Volk zur Einigkeit auf.

Bissiger Kommentar – die 10’000de, die er hat umbringen lassen, braucht er nicht mehr dazu aufzurufen.

International

Offizielle Vertreter der USA und Großbritanniens kritisierten die Entscheidung des israelischen Sicherheitskabinetts zur Ausweitung der administrativen und rechtlichen Kontrolle im Westjordanland (ich habe gestern ausführlich berichtet) und warnten vor einer möglichen Destabilisierung des Gebiets. Das Weiße Haus bekräftigte, dass Präsident Donald Trump die Annexion des Westjordanlandes ablehne. „Ein stabiles Westjordanland sichert Israels Sicherheit“ und fördere den regionalen Frieden.

Großbritannien ging noch weiter und forderte Israel auf, den Schritt rückgängig zu machen, da er gegen internationales Recht verstoße. US-Beamte – darunter Vizepräsident JD Vance – hatten bereits zuvor gegenüber Premierminister Benjamin Netanjahu Bedenken hinsichtlich des Siedlungsbaus, der Gewalt durch Siedler und des finanziellen Drucks auf die Palästinensische Autonomiebehörde geäußert. Dies unterstreicht die anhaltenden Spannungen in der amerikanisch-israelischen Zusammenarbeit.

Kommentar – solches war zu erwarten. Zuvor ist Israel oft der Apartheid beschuldigt worden, weil Palästinenser (gleich wie Juden!) in der ehemaligen Westbank nicht dieselben Rechte hatten wie Juden (und Palästinenser!) im Vor-1967-Israel. Jetzt wurde das verbessert, es wurden in vielen wichtigen Bereichen gleiche Rechte angekündigt, doch nun ist auch wieder nicht gut.

Eine eigentlich relative kleine, innenpolitische administrative Änderung, und es erhebt sich grosses Geschrei.

Das sind also Kommentare und Kritiken, die wir getrost ignorieren können (und sollen!). Solche Veröffentlichungen mögen den dortigen Parteien viele muslimische Stimmen beschaffen, doch unser Problem ist das nicht. Es ist ihres.


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