Über mich

Ze’ev Itzhak Tschan
Postanschrift:
זאב יצחק טשא
חצור הגלילית 1031134
34 השקד
eMail: ze*********@*****ra.news
Geboren und aufgewachsen bin ich in der Schweiz. Zunächst lebte ich in Bern, später im Berner Oberland. In meiner Heimatgemeinde Sigriswil war ich während einiger Jahre Mitglied des Gemeinderats und konnte dabei wertvolle Einblicke in politische Prozesse und Entscheidungsabläufe gewinnen.
Für Politik interessierte ich mich jedoch schon lange zuvor. In jungen Jahren engagierte ich mich eher im linken politischen Spektrum, bevor ich mich im Laufe der Jahre schrittweise dem bürgerlich-konservativen Lager annäherte.
Aufgewachsen bin ich in einer sehr säkularen Familie, die vom Judentum bewusst Abstand hielt. Ein wesentlicher Grund dafür waren die Erfahrungen und Traumata, welche der Holocaust in meiner Familie hinterlassen hat.
Dass ich nach jüdischem Recht jüdisch bin – über meine Mutter und, wie ich erst nach seinem Tod erfahren habe, auch über meinen Vater – erfuhr ich erst relativ spät. Danach entwickelte sich mein Verhältnis zum Judentum schrittweise. Über mehrere Etappen hinweg wurde ich zunehmend jüdisch-observant.
Bis dahin war ich zwar in einer christlich geprägten Umgebung aufgewachsen, einer Kirche habe ich jedoch nie angehört.
Beruflich war ich viele Jahre im IT-Bereich tätig. Zunächst arbeitete ich als Angestellter, zuletzt im Middle Management, bevor ich mich selbstständig machte. Mein berufliches Umfeld blieb dabei stets die Software-Entwicklung und die Informatik.
Kurz vor meiner Auswanderung absolvierte ich eine zweite Ausbildung als Psycho-Coach und Psycho-Therapeut. Die IT-Welt war mir mit der Zeit zu einseitig geworden, und ich wollte mich vermehrt mit Menschen als mit Computern beschäftigen. Lange gearbeitet habe ich in diesem Bereich jedoch nicht, denn …
… im Februar 2016 machte ich Aliyah und wanderte nach Israel aus. Seither lebe ich in Israel – zunächst in der Nähe von Jerusalem, seit 2025 im Norden des Landes, unweit von Zfat (Safed).
In Jerusalem besuchte ich während rund eineinhalb Jahren eine Yeshiva (Torah-Schule), wo ich sehr viel mehr über das Judentum lernte. Als Kind war mir dieser Teil meiner Herkunft weitgehend verborgen geblieben, doch jetzt hatte ich die Möglichkeit, vieles nachzuholen.
Meine jüdische Abstammung liess ich mir anschliessend vom Rabbanut in Jerusalem bestätigen. Aufgrund meines Stammbaums und der – nicht ganz einfachen – Familiengeschichte war dies eine vergleichsweise kurze Angelegenheit. Dennoch war mir diese Bestätigung wichtig.
Dabei ging es nicht nur um religiöse Fragen, denn in Israel hat die offizielle Anerkennung als Jude auch zivilrechtliche Bedeutung, beispielsweise bei Eheschliessungen oder anderen Fragen des Personenstands. Für mich war die Bestätigung deshalb sowohl persönlich als auch rechtlich von Bedeutung.
Inzwischen zähle ich mich zur Gruppe der National-Religiösen (Dati Leumi), einer zionistischen Strömung innerhalb des orthodoxen Judentums. Sie verbindet religiöse Tradition mit einer aktiven Unterstützung des jüdischen Staates Israel. In dieser Form existiert sie praktisch nur in Israel und kaum in der Diaspora.
Wesentlich geprägt wurde diese Strömung von Rabbi Abraham Isaac HaCohen Kook (1865–1935), meist einfach „Rav Kook“ genannt. Er gilt als einer der wichtigsten geistigen Väter des religiösen Zionismus und verstand die Rückkehr des jüdischen Volkes nach Israel sowie den Aufbau eines jüdischen Staates als Teil einer religiösen Entwicklung.
Ich bin Vater eines Sohnes und einer Tochter sowie Grossvater von fünf Enkelkindern, die alle in der Schweiz leben.
Da ihre Mutter nicht jüdisch ist, sind meine Kinder nach jüdischem Religionsrecht keine Juden. Dies gilt entsprechend auch für meine Enkelkinder.
Heute bin ich wieder verheiratet. Meine Frau und ich leben in Israel. Zu unserer Familie gehören zudem ihre sechs Kinder, von denen wir hoffen, dass die jüngsten in Zukunft ebenfalls nach Israel kommen können. Der damit verbundene Visums- und Behördenprozess ist allerdings eine Geschichte für sich und hält uns noch immer auf Trab.
Nebst politischen Themen gehört Musik zu meinen wichtigsten Hobbys. Ich spiele Gitarre, habe früher in mehreren Party-Bands gespielt und die meisten unserer Songs selbst geschrieben.
Seit meiner Pensionierung beschäftige ich mich intensiv mit den Themen Israel, Judentum und Aufklärung. Was für andere vielleicht ein Hobby wäre, empfinde ich heute eher als eine Berufung und als eine wichtige Lebensaufgabe. Ein wesentlicher Teil meiner Zeit fliesst deshalb in das Lernen, Recherchieren, Schreiben, den Betrieb von Hasbara.news und den Austausch mit anderen Menschen.
Darüber hinaus interessiere ich mich für Menschen, Psychologie und Philosophie. Ich lerne gerne Neues und beschäftige mich intensiv mit der Torah und den Fragen, was wir aus ihr lernen können und wie wir dieses Wissen im Alltag umsetzen können und sollen. Das Torah-Studium gehört für mich ebenso zum Leben wie Familie, Beruf oder gesellschaftliches Engagement.
Weitere Informationen, Hintergrundartikel sowie die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Lesern findet ihr im Forum von Hasbara.news.
Ihr könnt dazu beitragen, Hasbara.news bekannter zu machen: Macht Freunde darauf aufmerksam und teilt, erwähnt oder verlinkt Artikel daraus mit Quellenangabe – in sozialen Netzwerken wie Facebook, TikTok, Instagram, YouTube, X oder LinkedIn ebenso wie in WhatsApp-, Telegram- und anderen Gruppen.