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Older man wearing a prayer shawl (tallit) and tefillin, holding a cane during prayer.

Ze’ev Itzhak Tschan

Postanschrift:
זאב יצחק טשא
חצור הגלילית 1031134
34 השקד

eMail: ze*********@*****ra.news


Geboren wurde ich in Basel – jener Stadt, in der 1897 mit dem ersten Zionistenkongress ein entscheidender Grundstein für den modernen Zionismus gelegt wurde. Aufgewachsen bin ich in der Schweiz, zunächst in Bern und später im Berner Oberland. In meiner Heimatgemeinde Sigriswil war ich während einiger Jahre Mitglied des Gemeinderats und konnte dabei wertvolle Einblicke in politische Prozesse und Entscheidungsabläufe gewinnen.

Für Politik interessierte ich mich jedoch schon lange zuvor. Bereits in jungen Jahren engagierte ich mich im linken politischen Spektrum, doch im Laufe der Jahre entwickelte sich meine politische Haltung zunehmend in eine bürgerlich-konservative Richtung.

Aufgewachsen bin ich in einer sehr säkularen Familie, die vom Judentum bewusst Abstand hielt. Ein wesentlicher Grund dafür waren die Erfahrungen und Traumata, welche der Holocaust in meiner Familie hinterlassen hat.

Dass ich nach jüdischem Recht jüdisch bin – über meine Mutter und, wie ich erst nach seinem Tod erfahren habe, auch über meinen Vater – erfuhr ich erst relativ spät. Danach entwickelte sich mein Verhältnis zum Judentum schrittweise. Über mehrere Etappen hinweg wurde ich zunehmend jüdisch-observant.

Bis dahin war ich zwar in einer christlich geprägten Umgebung aufgewachsen, einer Kirche habe ich jedoch nie angehört.

Beruflich war ich viele Jahre im IT-Bereich tätig. Zunächst arbeitete ich als Angestellter, zuletzt im Middle Management, bevor ich mich selbstständig machte. Mein berufliches Umfeld blieb dabei stets die Software-Entwicklung und die Informatik.

Kurz vor meiner Auswanderung absolvierte ich eine zweite Ausbildung als Psycho-Coach und Psycho-Therapeut. Die IT-Welt war mir mit der Zeit zu einseitig geworden, und ich wollte mich vermehrt mit Menschen anstatt mit Computern beschäftigen. Lange gearbeitet habe ich in diesem Bereich jedoch nicht, denn …

… im Februar 2016 machte ich Aliyah und wanderte nach Israel aus. Seither lebe ich in Israel – zunächst in der Nähe von Jerusalem, seit 2025 im Norden des Landes, zwischen Zfat (Safed) und Tiberia.

Wie ich nach Israel kam und schliesslich zum Israeli wurde, erzähle ich im Artikel “Aliyah – mehr als nur Auswanderung”.


In Jerusalem besuchte ich während rund eineinhalb Jahren eine Yeshiva (Torah-Schule), wo ich sehr viel mehr über das Judentum lernte. Als Kind war mir dieser Teil meiner Herkunft weitgehend verborgen geblieben, doch jetzt hatte ich die Möglichkeit, vieles nachzuholen.

Meine jüdische Abstammung liess ich mir vom Rabbanut in Jerusalem bestätigen. Aufgrund meines Stammbaums und der – nicht ganz einfachen – Familiengeschichte war dies eine vergleichsweise kurze Angelegenheit. Dennoch war mir diese Bestätigung wichtig.

Dabei ging es nicht nur um religiöse Fragen, denn in Israel hat die offizielle Anerkennung als Jude auch rechtliche Bedeutung, beispielsweise bei Eheschliessungen oder anderen Fragen des Zivilrechts. Für mich war die Bestätigung deshalb sowohl persönlich als auch rechtlich von Bedeutung.

Inzwischen zähle ich mich zur Gruppe der National-Religiösen (Dati Leumi), einer zionistischen Strömung innerhalb des orthodoxen Judentums. Sie verbindet religiöse Tradition mit einer aktiven Unterstützung des jüdischen Staates Israel. In dieser Form existiert sie praktisch nur in Israel und kaum in der Diaspora.

Wesentlich geprägt wurde diese Strömung von Rabbi Abraham Isaac HaCohen Kook (1865–1935), meist einfach „Rav Kook“ genannt. Er gilt als einer der wichtigsten geistigen Väter des religiösen Zionismus und verstand die Rückkehr des jüdischen Volkes nach Israel sowie den Aufbau eines jüdischen Staates als Teil einer religiösen Entwicklung.


Ich bin Vater eines Sohnes und einer Tochter sowie Grossvater von fünf Enkelkindern, die alle in der Schweiz leben.

Da ihre Mutter nicht jüdisch ist, sind meine Kinder nach jüdischem Recht keine Juden. Dies gilt entsprechend auch für meine Enkelkinder.

Heute bin ich verheiratet. Meine Frau und ich leben in Israel. Zu unserer Familie gehören zudem ihre sechs Kinder, von denen wir hoffen, dass die jüngsten in Zukunft ebenfalls nach Israel kommen können. Der damit verbundene Visums- und Behördenprozess ist allerdings eine Geschichte für sich und hält uns noch immer auf Trab.


Kleines Missgeschick in Südafrika

In meinem Leben bin ich viel gereist und hatte dabei Gelegenheit, sehr unterschiedliche Länder, Menschen und Kulturen kennenzulernen.

Fast wichtiger als die Länder selbst waren für mich dabei die Begegnungen mit den Menschen und der Einblick in ihren Alltag. Vieles von dem, was ich dabei gelernt habe, lässt sich aus Büchern nicht vermitteln.

In der Schweiz war ich zudem viel und gerne in den Bergen unterwegs, oft auch auf mehrtägigen Touren. Heute in Israel vermisse ich diese langen Bergwanderungen manchmal.

Nebst politischen Themen und Reisen gehört Musik zu meinen wichtigsten Hobbys. Ich spiele Gitarre, habe früher in mehreren Party-Bands gespielt und die meisten unserer Songs selbst geschrieben.

Seit meiner Pensionierung beschäftige ich mich intensiv mit den Themen Israel, Judentum und Aufklärung. Was für andere vielleicht ein Hobby wäre, empfinde ich heute eher als eine Berufung und als eine wichtige Lebensaufgabe. Ein wesentlicher Teil meiner Zeit fliesst deshalb in das Lernen, Recherchieren, Schreiben, den Betrieb von Hasbara.news und den Austausch mit anderen Menschen.

Darüber hinaus interessiere ich mich für Menschen, Psychologie und Philosophie. Ich lerne gerne Neues und beschäftige mich intensiv mit der Torah und den Fragen, was wir aus ihr lernen und wie ich dieses Wissen im Alltag umsetzen kann und soll. Das Torah-Studium gehört für mich ebenso zum Leben wie Familie, Beruf oder gesellschaftliches Engagement.


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