Die Berichte hier gehen teilweise bis auf den vergangenen Donnerstag (5.2.2026) zurück.
Inhalt
Israel
In bezug auf Judäa und Samaria hat das israelische Sicherheitskabinett am Sonntag mehrere bahnbrechende Maßnahmen verabschiedet und damit die administrative und rechtliche Kontrolle Israels über das ehemalige Westjordanland gestärkt.
Die Beschlüsse konzentrieren sich auf Bodenpolitik, Planungs- und Durchsetzungsbefugnisse und wurden von der Regierung als Schritte zur Normalisierung des zivilen Lebens für jüdische Bewohner in dieser Region vorgestellt.
Die im Folgenden beschriebenen Beschlüsse beziehen sich auf die von Israel verwaltete Zone C der ehemaligen Westbank.
- Die wohl bedeutendste Entscheidung ist die Aufhebung eines Gesetzes aus der Zeit der jordanischen Besetzung, das den Landverkauf an Juden verbietet. Nach diesem System konnten Juden Land nur indirekt, über registrierte Unternehmen, und nur mit einer speziellen Genehmigung der militärgeführten Behörde COGAT, die für die zivilen Angelegenheiten in dieser Region zuständig ist, erwerben. Das Kabinett hob diese Genehmigungspflicht auf und beseitigte die Verkaufsbeschränkungen für Nicht-Araber. Dadurch können Juden dort Immobilien unter ähnlichen Bedingungen wie in Tel Aviv oder Jerusalem erwerben.
- Laut einer gemeinsamen Erklärung von Verteidigungsminister Israel Katz und Finanzminister Bezalel Smotrich ordnete das Kabinett auch die Aufhebung der langjährigen Vertraulichkeitsbeschränkungen für Grundbuchdaten im ehemaligen Westjordanland an. Diese Daten sollen genau gleich einsehbar werden wie entsprechende Daten im Kernland Israels (die dafür verantwortliche Administration ist Tabu). Nach ihrer Veröffentlichung sollen diese Grundbucheinträge Grundstückstransaktionen transparenter und einfacher gestalten. Bislang wurden diese Grundbucheinträge – anders als innerhalb der israelischen Grenzen vor 1967 – vertraulich behandelt. Laut den Ministern führte dies zu Rechtsunsicherheit, erschwerte Käufe und ermöglichte Betrug.
- Das Kabinett genehmigte außerdem die Wiedereinsetzung des Landakquisitionskomitees, einer staatlichen Einrichtung, die vor rund zwei Jahrzehnten ihre Tätigkeit eingestellt hatte. Durch die Wiedereinsetzung kann die Regierung proaktiv Landkäufe im Westjordanland tätigen. Katz und Smotrich erklärten, Ziel sei es, Landreserven für die zukünftige Entwicklung jüdischer Gemeinden zu sichern.
- Mit einer weiteren Entscheidung wurde die Baugenehmigungsbefugnis im jüdischen Siedlungsgebiet von Hebron, einschließlich der Gebiete rund um das Grab der Patriarchen (der Machpela), von der örtlichen Gemeinde auf die Planungsinstitutionen der Zivilverwaltung übertragen. Regierungsbeamte erklärten, dies würde die Genehmigungsverfahren vereinfachen und die Notwendigkeit von Einzelfallgenehmigungen für Bau- oder Zugänglichkeitsprojekte an jüdischen heiligen Stätten in der Stadt beseitigen.
Das Kabinett beschloss ferner, israelische Aufsichts- und Durchsetzungsmaßnahmen auf die Gebiete A und B des ehemaligen Westjordanlandes, die seit den Oslo-Abkommen unter palästinensischer Verwaltung stehen, auszuweiten.
Die verstärkten Maßnahmen konzentrieren sich auf Verstöße im Zusammenhang mit Wasserrecht, Umweltgefahren und Schäden an archäologischen Stätten, die nach Angaben israelischer Beamter Auswirkungen auf die gesamte Region haben.
In einem damit zusammenhängenden weiteren Schritt genehmigte das Kabinett die Einrichtung einer eigenen städtischen Verwaltung für den Komplex des Rachelgrabes, einer jüdischen Wallfahrtsstätte innerhalb der Stadtgrenzen von Bethlehem. Die neue Behörde wird für die Reinigung, Instandhaltung, Landschaftspflege und den täglichen Betrieb des Geländes zuständig sein.
„Die heute von uns verabschiedeten Beschlüsse sind Ausdruck einer klaren Politik: Wir stärken die israelische Kontrolle über das Westjordanland, fördern den Siedlungsbau und sichern unsere Zukunft in diesem Land für kommende Generationen“, sagte Israel Katz. „Wir setzen uns dafür ein, Hindernisse abzubauen, Rechtssicherheit zu schaffen und den Bewohnern zu ermöglichen, gleichberechtigt mit allen anderen Bürgern Israels zu leben, zu bauen und sich zu entwickeln.“
Bezalel Smotrich formulierte es deutlicher: „Die Zeiten, in denen Siedler im Westjordanland Bürger zweiter Klasse waren und unter rassistischen jordanischen Gesetzen lebten, sind vorbei“, bekräftigte er. „Wir normalisieren das Leben im Westjordanland, beseitigen bürokratische Hürden, kämpfen vor Ort und festigen unsere Position im gesamten Land Israel“
Kommentar – das sind gleich mehrere Schritte in Richtung israelischer Souveränität in diesem Gebiet. Das Ausland wird jetzt wohl bald laut „illegale Annexion“ schreien, doch genau deshalb mag ich Bezalel Smotrichs Politik: Weit weniger populistisch als der zweite als rechtsextrem verschriene Minister Itamar Ben-Gvir arbeitet er fast im Stillen doch tut das konzentriert und in kleinen, machbaren, doch sehr wirkungsvollen Schritten.

Wie nicht anders zu erwarten, reagierte der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde, Abu Mazen, umgehend auf die Kabinettsbeschlüsse bezüglich der ehemaligen Westbank:
„Die Kabinettsbeschlüsse zu den Siedlungen sind gefährlich und inakzeptabel. Sie zielen darauf ab, die Existenz des palästinensischen Volkes und seine Rechte zu leugnen„
Kommetar – Er spricht nicht etwa vom Recht des „palästinensischen Volkes“ auf demokratische Wahlen…

Und die Fatah-Bewegung:
„Wir verurteilen die Beschlüsse des israelischen Kabinetts, die darauf abzielen, die Annexion des Westjordanlandes zu vertiefen und den Landraub zu legitimieren.
Wir betrachten diese Beschlüsse als Krieg gegen die palästinensische Existenz und als Versuch, die Zwei-Staaten-Lösung zu untergraben.
Diese Beschlüsse sind nichtig. Wir werden das Land weiterhin verteidigen und uns diesen Plänen widersetzen„

Und auch der Hamas-Sprecher Hazem Qassem äußerte sich dazu:
„Die rechtsextreme Regierung versucht, den Völkermordkrieg auszuweiten und die palästinensische Existenz auf palästinensischem Gebiet auszulöschen„
„Die jüngsten Kabinettsbeschlüsse unterstreichen den kolonialistischen Charakter der Besatzungsregierung, die palästinensisches Land annektieren und seine ursprünglichen Bewohner vertreiben will.
Diese aggressive Politik stellt eine existenzielle Bedrohung für das palästinensische Volk und seine Rechte dar„

Auch das jordanische Außenministerium ist unzufrieden:
„Wir verurteilen aufs Schärfste die von der israelischen Regierung beschlossenen illegalen Maßnahmen zur Vertiefung des Siedlungsbaus„
Kommentar – Es ist abzusehen, dass sich westliche Länder diesem antizionistischen Tenor bald anschließen werden.
Ministerpräsident Netanjahu wird sich am kommenden Mittwoch in Washington mit Präsident Trump treffen und mit ihm die Iran-Frage besprechen.

Zum gross angekündigten „Tag des Ungehorsams“ der israelischen Araber:
Laut palästinensischen Kanälen scheinen derzeit mehr Fotografen als Teilnehmer des „Tages des Ungehorsams“ auf den Straßen unterwegs zu sein.
Der Vorsitzende von Balad, Sami Abu Shehadeh:
„Wir werden das Leben im ganzen Land weiterhin stören„
Doch das beigefügte Video zeigt, wie der Verkehr auf den Straßen völlig normal fließt.
Israel warnte die USA vor der Bereitschaft, allein einen Schlag gegen die Objekte des Raketenprogramms des Iran zu führen, da es für Tel Aviv eine „existentielle Bedrohung“ darstelle, berichtete The Jerusalem Post aus Quellen in israelischen Sicherheitsbehörden. „Wir haben den Amerikanern gesagt, dass wir allein einen Schlag führen werden, wenn der Iran unsere rote Linie in Bezug auf ballistische Raketen überschreitet“, sagte einer der Gesprächspartner der Zeitung.
Auch bei den jüngsten Treffen mit amerikanischen Kollegen legten israelische Militärs mehrere Pläne zur Zerstörung von Raketenproduktionsstätten im Iran vor. Einer der israelischen Militärs bezeichnete den aktuellen Moment als „historische Gelegenheit“, einen bedeutenden Schlag gegen die Raketeninfrastruktur des Iran zu führen und aktive Bedrohungen für Israel und benachbarte Staaten zu neutralisieren.
Gleichzeitig äußerten israelische Vertreter ihre Besorgnis darüber, dass die USA im Falle eines Angriffs nur begrenzte Schläge gegen den Iran führen könnten, die die Hauptbedrohung nicht beseitigen würden. „Es gibt Befürchtungen, dass Washington bloss einige wenige Ziele auswählen, danach einen Erfolg verkünden und Israel die Folgen tragen lasse“, erklärte einer der israelischen Militärs.
Der israelische Strafvollzugsdienst hat mit den Vorbereitungen für die Hinrichtung von wegen Mordes verurteilten Terroristen begonnen, obwohl der Gesetzentwurf zur Wiedereinführung der Todesstrafe zwar im Parlament beraten wird, aber noch nicht in Kraft getreten ist.
Das Gesetz, das bereits in erster Lesung angenommen wurde, soll voraussichtlich zunächst auf Hamas-Nukhba-Terroristen angewendet werden, die an den Anschlägen vom 7. Oktober beteiligt waren. Nach der endgültigen Verabschiedung ist eine Ausweitung der Anwendung geplant.
Gaza
Ein Journalist aus Gaza berichtet über die Situation am Grenzübergang Rafah in der ersten Woche nach dessen Öffnung:
- Montag
Ausreise: 15 Patienten und ihre Begleitpersonen (weitere 30)
Einreise: 12 - Dienstag
Ausreise: 56 Patienten und ihre Begleitpersonen (weitere 112)
Einreise: 40 - Mittwoch
Ausreise: 46 Patienten und ihre Begleitpersonen (weitere 92)
Einreise: 25 - Donnerstag
Ausreise: 21 Patienten und ihre Begleitpersonen (weitere 42)
Einreise: 0
Der Trend zeigt deutlich in Richtung Abwanderung.
Die Hamas hat den Bewohnern von Gaza nicht erlaubt, den Sektor über den Rafah-Übergang zu verlassen.
Der Rafah-Übergang wurde diese Woche tatsächlich in beide Richtungen geöffnet, aber N12 erfuhr, dass die Terrororganisation einigen Passagieren, die im Voraus genehmigt worden waren, tatsächlich den Durchgang verwehrte.
Nach Zeugenaussagen wurden einige aus Bussen geholt oder aufgefordert, zurückzukehren.
„Die Hamas kontrolliert die Erteilung von Genehmigungen und stellt sich jedem in den Weg, der sich ihr widersetzt„
Grenzübergang Rafah
Alle Rückkehrer in den Gazastreifen werden in Rafah von Mitgliedern der Volkskomitee-Miliz (unter der Führung von Jassir Abu Shabab) kontrolliert.
In den beigefügten Videos ist zu sehen, wie die Milizionäre, die gegen die Hamas kämpfen, die Rückkehrer transportieren, bewachen und sogar mit Essen versorgen.
Die Passagiere im Video bestätigen, dass sie von den Milizionären hervorragend behandelt werden.
Aus Sicht der Hamas birgt dies ein zusätzliches demütigendes Element: Die gegen die Hamas kämpfende Miliz sitzt direkt am Ausgang der Einreise in den Gazastreifen und hat unmittelbaren Kontakt zu den Reisenden – dies hat weitreichende Konsequenzen.
Palästinensisches Gesundheitsministerium (Hamas) in Gaza:
- 27 Tote und 18 Verletzte in den letzten 24 Stunden im Gazastreifen.
- 574 Tote seit dem Waffenstillstand im Oktober.
- 71’851 Tote und etwa 172’000 Verletzte im Gazastreifen seit Kriegsbeginn.
Ein Sprecher der israelischen Streitkräfte (IDF) gab vor Kurzem bekannt, dass heute Morgen vier Terroristen aus einem Tunnelschacht in Rafah gekrochen kamen und auf IDF-Soldaten geschossen haben, die in dem Gebiet Suchaktionen durchführten.
Die vier Terroristen wurden getötet.
Die Hamas, die das grässliche Massaker vom 7. Oktober geplant und verübt hat, beklagt nun Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht im Zusammenhang mit der Verabschiedung des Todesstrafengesetzes in Israel und den Vorbereitungen zu dessen Umsetzung. Sie ist darüber sichtlich beunruhigt.
Aus der heute von der Hamas veröffentlichten Erklärung zu diesem Thema:
„Die Initiative der zionistischen Besatzungsmacht, die Verabschiedung des ‚Gesetzes zur Hinrichtung von Gefangenen‘ zu beschleunigen und praktische Mechanismen für dessen Umsetzung vorzubereiten, offenbart das wahre Gesicht dieser Organisation, die auf Blutvergießen, organisierter Kriminalität und Kollektivbestrafung basiert und damit gegen internationales und humanitäres Recht und Konventionen verstößt.
Diese Schritte stellen eine beispiellose Eskalation der Politik des langsamen Tötens dar, die die Besatzungsmacht gegen Gefangene anwendet, als Teil des systematischen Sadismus und der Folter in Gefängnissen – dies ist eine klare Fortsetzung des Völkermordkrieges gegen unser Volk.
Wir fordern die Vereinten Nationen und internationale Institutionen auf, unverzüglich zu handeln, um dieses gefährliche Verbrechen zu stoppen.
Unser heldenhaftes Volk wird angesichts dieser Verbrechen nicht tatenlos zusehen„
Satire
In Gaza ist blanke Panik ausgebrochen, nachdem vermehrt Videos von ihren Unterstützern publik geworden sind.

Es gibt Berichte, wonach sich Tausende von Gazanern auf der Flucht ins vermeintlich sichere Ägypten befinden.
Libanon
Der libanesische Premierminister Nawaf Salam traf heute zu einem Besuch im südlibanesischen Dorf Yarin ein, das etwa anderthalb Kilometer nördlich der Grenze zu Israel (gegenüber von Arab al-Aramshe) liegt.
Die Einheimischen empfingen ihn mit Blumen und Reis.
Es wurden keine Hisbollah-Flaggen gesehen.
Kuwait hat acht Krankenhäuser im Libanon aufgrund ihrer Verbindungen zur Hisbollah auf die Terrorliste gesetzt, darunter das Salah-Ghandour-Krankenhaus in Bint Jbeil im Südlibanon, wo laut israelischer Armee (IDF) ebenfalls Aktivitäten der Hisbollah stattfinden.
Dies sind die Namen der acht Krankenhäuser im Libanon, die auf Kuwaits Terrorliste gesetzt wurden:
- Sheikh-Ragheb-Harb-Universitätsklinikum, Nabatieh
- Salah-Ghandour-Krankenhaus, Bint Jbeil
- Al-Amal-Krankenhaus, Baalbek
- Saint-George-Krankenhaus, Al-Hadath
- Dar-Al-Hikma-Krankenhaus, Baalbek
- Al-Batoul-Krankenhaus, Al-Hermel, Al-Bekaa
- Al-Shifa-Krankenhaus, Khalde
- Al-Rasoul-Al-Azam-Krankenhaus, Airport Road, Beirut

Die sunnitische Organisation Al-Jama’ah Al-Islamiyah im Libanon, ein Ableger der Muslimbruderschaft, verurteilt die Entführung ihres hochrangigen Mitglieds Atwi Atwi. Dieser wurde „im Schutze der Dunkelheit“ von israelischen Streitkräften entführt, die in das Dorf Al-Habariya im Distrikt Hasbaya eingedrungen waren.
Die Organisation fordert die sofortige Freilassung von Atwi und aller anderen in Israel festgehaltenen libanesischen Gefangenen.
Die Organisation unterhält enge Verbindungen zur Hamas, und während des Krieges war eine enge Zusammenarbeit bei Angriffen gegen Israel zu beobachten.
Es wurde berichtet, dass die israelischen Streitkräfte Dokumente mitgenommen und das Gebäude durchsucht hätten.
Ein Sprecher der israelischen Streitkräfte bestätigte, dass israelische Streitkräfte gestern Abend ein hochrangiges Mitglied dieser Organisation entführt und zur Vernehmung nach Israel gebracht haben. Laut dem Sprecher wurden in seinem Haus Waffen gefunden.
Iran
J.D. Vance über die Merkwürdigkeit der Verhandlungen mit dem Iran:
„Die Person, die im Iran die Entscheidungen trifft, ist der Oberste Führer. Der Präsident hat praktisch keinen Einfluss. Anscheinend spricht der iranische Außenminister mit dem Obersten Führer, und mit ihm standen wir hauptsächlich in Kontakt.
Es ist jedoch sehr ungewöhnlich, mit diesem Land Diplomatie zu betreiben – man kann nicht einmal mit der Person sprechen, die für das Land verantwortlich ist. Trump kann einfach zum Telefon greifen und Putin anrufen. Er kann zum Telefon greifen und den chinesischen Präsidenten anrufen. Sogar Länder, mit denen wir sehr feindselige Beziehungen unterhalten.
Es ist seltsam, dass wir nicht einfach mit der eigentlichen Führung des Iran sprechen können. Das macht die Diplomatie ungemein schwierig„
Ebrahim Rezaei, Sprecher des Ausschusses für Nationale Sicherheit und Außenpolitik des iranischen Parlaments:
„Das Raketenprogramm und die Urananreicherung sind für den Iran rote Linien.
Sollten die Amerikaner in den anstehenden Verhandlungen dieselbe Politik wie in der Vergangenheit verfolgen, werden die Verhandlungen scheitern. Die Gegenseite muss rational handeln.
Wir werden keine Vorbedingungen wie die Einstellung der Urananreicherung akzeptieren und weder über die Raketenfrage noch über regionale Fragen verhandeln.
Wir werden nicht nachgeben und keine europäische Einmischung zulassen„
Frage: Was gibt es da noch zu verhandeln?

Der iranische Außenminister Abbas Araqchi erläutert in einem Interview mit Al Jazeera die iranische Position in den Verhandlungen mit den USA.
- Die gestrigen Verhandlungen konzentrierten sich ausschließlich auf die Nuklearfrage. Die Amerikaner brachten keine weiteren Themen zur Sprache.
- „Null-Urananreicherung“ ist für uns in den Verhandlungen irrelevant. Die Urananreicherung ist unser Recht und muss fortgesetzt werden. Wir sind bereit, ein Abkommen zu erzielen, das anderen die Gewissheit gibt, dass die Anreicherung im Iran friedlichen Zwecken dient.
- Die Raketenfrage ist für uns eine Verteidigungsangelegenheit und nicht verhandelbar – weder jetzt noch in Zukunft.
- Sollten die USA uns angreifen, sind wir nicht in der Lage, ihr Territorium zu treffen. Daher werden wir amerikanische Stützpunkte in der Region angreifen. Dies wird die gesamte Region in einen Krieg hineinziehen. Wir greifen keine Nachbarländer an – wir zielen auf die amerikanischen Stützpunkte dort.
Die iranischen Revolutionsgarden haben heute (Freitag) Morgen im Persischen Golf zwei Öltanker mit einer Million Litern Treibstoff sowie 15 ausländischen Seeleuten an Bord festgesetzt.
Die Hyperschallrakete Khorramshahr 4 ist in den iranischen Raketenstädten in Betrieb genommen worden:
- Erreicht eine Geschwindigkeit von Mach 16
- Trägt einen 1,5 Tonnen schweren Sprengkopf
- Treffgenauigkeit: Reichweite 30 Meter
- Geringe Signatur
- Manövrierfähiger Sprengkopf
- Schwer von Radarsystemen zu erfassen
Yadallah Javani, der politische Berater des Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden:
„Die Präsentation der Hyperschallrakete Khorramshahr 4 ist eine Botschaft an die Amerikaner: Selbst wenn wir uns zu Verhandlungen bereit erklären, bedeutet das nicht, dass wir unsere militärischen Fähigkeiten aufgeben„
Großbrand in Ardabil im Nordwesten Irans
Iranischen Quellen zufolge brennt eine große Kühlhalle zur Leichenlagerung.
Oppositionelle Kreise befürchten, dass dort Leichen von Demonstranten aufbewahrt werden, die durch das Feuer des Regimes getötet wurden und dass mit diesem Feuer Beweise vernichtet werden sollten.

Die USA haben ihre Bürger im Iran aufgefordert, unverzüglich das Land zu verlassen
Die erste Empfehlung im Zusammenhang mit der Situation lautet, „unverzüglich den Iran zu verlassen“.
In der Erklärung wird davor gewarnt, dass Fluggesellschaften weiterhin Flüge von und nach Iran stornieren.
Ein iranischer Oppositioneller berichtet über die allgemeine Lage im Iran von gestern:
- Die Überführung der Leichen von Demonstranten an ihre Familien dauert noch an. Manche Leichen werden erst nach etwa einem Monat übergeben und einige weisen Merkmale auf, die darauf hindeuten, dass die Verstorbenen erst kürzlich getötet worden sind.
- Viele Online-Händler sind zusammengebrochen.
- Die Preise steigen rasant. Beispielsweise hat sich der Preis für Speiseöl innerhalb eines Monats mehr als verdoppelt.
- Die Verhaftungen von Demonstranten dauern an und es gibt keine Informationen über die Haftbedingungen. Ihr Leben ist in akuter Gefahr.
- In mehreren kleineren Städten (insbesondere in der Provinz Ilam im Westen Irans) gibt es weiterhin keinen Mobilfunkempfang, und es ist nicht möglich, diese Städte zu erreichen, nicht einmal telefonisch.
Nahost
Die amerikanischen Luftbrücken in den Nahen Osten wurden auch in den letzten 24 Stunden nicht unterbrochen.
Zehn amerikanische C-17A-Transportflugzeuge flogen in den vergangenen Stunden (diese Meldung ist vom vergangenen Freitag) zwischen US-Stützpunkten in Deutschland und US-Stützpunkten im Nahen Osten – eine ungewöhnlich hohe Zahl für einen so kurzen Zeitraum.
Seit dem 18. Januar bis gestern wurden 84 Flüge amerikanischer Transportflugzeuge dieses Typs im Nahen Osten registriert, zusätzlich zu fünf Flügen der schweren und strategischen Transportflugzeuge vom Typ C-5M.
International
Eine neue Flottille nach Gaza
Die Organisatoren der „Freiheitsflottillen“ nach Gaza kündigten gestern eine neue Flottille an, die am 29.3. in Richtung Gaza aufbrechen soll.
Rund 100 Boote und Schiffe werden teilnehmen und mehr als tausend Teilnehmer aus über 100 Ländern befördern, darunter: „Ärzte, medizinisches Personal, Pädagogen, Ingenieure, Bautrupps und Völkermordforscher“.
Kommentar – Diesmal wünschte ich, dass Israel sie nach Gaza einmarschieren lässt. Natürlich nur nach einer gründlichen Durchsuchung unbewaffnet. Dort dürfen sie sich dann gerne mitsamt ihren Regenbogenfahnen unter die Hamas, den PIJ oder andere dschihadistische Gruppe mischen und deren Gastfreundschaft genießen.
Zohran Mamdani, der neue Bürgermeister von New York, erklärt, warum Einwanderung gefördert werden sollte:
„Der Islam basiert auf Migration – der Prophet Mohammed war ein Fremder in Medina.
Lasst uns den Fremden willkommen heißen und ihn beschützen. Die Stadtverwaltung sollte dies tun“

Schlagzeilen in westlichen Medien:
„Dänemark verurteilt zwei schwedische Jugendliche wegen eines Granatenanschlags am Eingang des israelischen Konsulats in Kopenhagen (im Oktober 2024)“
Hier Bilder der beiden „schwedischen Jugendlichen“.

Die indische Küstenwache hat vor der Küste Mumbais 3 Öltanker der iranischen Schattenflotte wegen des Verdachts auf Ölschmuggel festgesetzt und beschlagnahmt.
Indien beteiligt sich zudem an der Durchsetzung der Sanktionen gegen den Iran.
Die Hamas hat gerufen, die Palästinisten gehorchen
Brüssel, die Hauptstadt Belgiens:
Demonstranten folgen am Wochenende dem Aufruf der Hamas zu einer Demonstration für Gaza.
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