Inhalt
Einleitung
- Trump: „Der Iran hat zugestimmt, sein Uran abzugeben.„
- Iran: „Was zum Teufel? Wir stimmen entschieden nicht zu, Uran abzugeben„
- Trump: „Das Waffenstillstandsabkommen endet bald, wir denken daran, es nicht zu verlängern„
- Iran: „Wir sind bereit, über einen Waffenstillstand zu sprechen„
- Trump: „Die Strasse von Hormuz ist wieder frei, wer will, kann segeln – willkommen„
- Iran: „Die Strasse von Hormuz ist blockiert, wer segelt, bekommt eine Rakete ins Boot„
- Libanon: „Wir sind bereit, über einen Waffenstillstand zu sprechen„
- Hisbollah: „Nicht bereit„
- Israel: „Wir sind bereit, über die Entwaffnung der Hisbollah zu sprechen. Und bis dahin werden wir hier und hier alles in die Luft jagen„
- Hisbollah: „Was für eine Entwaffnung?„
- Trump: „Ich verbiete es, den Libanon zu bombardieren„
- Israel: „Wir stimmen Präsident Trump zu, aber erst werden wir hier und hier alles in die Luft jagen. Und dann werden wir eine „gelbe Linie“ ziehen„
- Abbas Arakchi: „Die Strasse von Hormuz ist offen„
- Korps der Islamischen Revolutionsgarden: „Arakchi ist ein Idiot, die Strasse ist geschlossen„
Man kann sich beim Versuch, das zu verstehen, den Hals brechen. Aber man wird es nicht verstehen und sich auch nichts brechen. Bald wird es eine Lösung geben. Die Frage ist bloß: Wann ist „bald“?
Nun, ich berichte (in Kürze) darüber, was gerade geschehen ist und – anders als die meisten Mainstream-Medien – überlasse ich es den Lesern, daraus ihre Schlüsse zu ziehen. Anders als die Mainstream-Medien halte ich meine Leser für genug intelligent dazu.
Nachtrag – Gerade jetzt, ich habe diesen Bericht bereits veröffentlicht, höre ich viele Jets über unsere Köpfe in den Norden fliegen. Das verheisst nichts Gutes für die Hisbollah.
Israel
Hier, als erstes, die inzwischen gewohnte Kurzfassung der LIVE-Updates der Operation „Roaring Lion“.
In Israel formiert sich die Opposition. Benny Gantz, dessen Partei laut Wahlprognosen weit abgeschlagen liegt, wird das Amt des Präsidenten (als Nachfolger von Isaac Herzog) angeboten, wenn er sich aus der Politik zurückzieht.
Gleichzeitig wird über eine Art Koalition der Parteien von Avigdor Liberman (Yisrael Beytenu), Gaby Eisenkot (Yashar), Yair Lapid (Yesh Atid) und Naftali Bennet (Bennet 2026) verhandelt. Laut neueren Umfragen kämen diese 4 Parteien zusammen auf 9+12+7+24, also auf 52 Sitze (für eine Mehrheit bräuchte es mehr als 60 Sitze).
Doch solche Umfragen darf man keineswegs überbewerten. Sie beeinflussen das Verhalten der Parteien vor den Wahlen, doch als Wahlprognose taugen sie nicht.
Gaza

In Nuseirat, im zentralen Gazastreifen, ist ein Minarett eingestürzt und hat ein Wohngebäude beschädigt.
Allahu Akbar („Allah ist der Größte“).

Die Welt hat bereits erschütternde Berichte über sexuelle Gewalt gegen israelische Geiseln, die von der Hamas festgehalten werden, gehört, doch nun tauchen schreckliche Geschichten direkt aus dem Gazastreifen auf.
Die Bewohner des Gazastreifens, die unter der Herrschaft der Organisation leben, beginnen offen zu sprechen und berichten von Gruppenvergewaltigungen, sexueller Erpressung im Austausch für humanitäre Hilfe oder Geld sowie Machtmissbrauch durch Autoritätspersonen.
Menschenrechtsorganisationen im Gazastreifen sagten der „Daily Mail“, dass bis zu 60’000 Frauen gefährdet seien. Es gibt auch Berichte über einen Anstieg von Kinderehen und Schwangerschaften im Teenageralter.
Die „Daily Mail“ erhielt seltene Videozeugnisse, die von der Agentur Jousour News“ direkt im Gazastreifen aufgenommen wurden – einem Ort, an dem offenes Sprechen äußerst gefährlich ist. In einem der Zeugnisse erzählte ein Bewohner des Gazastreifens – dessen Identität aus Sicherheitsgründen anonym blieb – wie er eine Witwe entdeckte, die durch den Krieg vertrieben wurde und von einer „ganzen Gruppe“ bewaffneter Hamas-Kämpfer in einem Zelt gruppenvergewaltigt wurde. Er wurde angewiesen, zu schweigen.
Ein weiterer Bewohner des Gazastreifens bestätigte, dass ein ähnlicher Fall seiner Nachbarin widerfuhr. Sie wurde von „einer der Wohltätigkeitsorganisationen der Hamas“ erpresst, die sexuelle Gefälligkeiten im Austausch für eine Lebensmittelration, einen Hilfsgutschein oder 100 Schekel verlangte.
Ein Aktivist der Al-Qassam-Brigaden, der anonym bleiben wollte, bestätigte, dass solche Misshandlungen systematisch gegen Witwen durchgeführt werden. Er berichtete seinen Vorgesetzten, dass mehrere Aktivisten „die Frauen der Gefallenen“ in Zelten im Bezirk Jirabli in Deir al-Balah vergewaltigen. Dennoch wurde ihm befohlen, zu schweigen. „Wir sagten ihnen, das sei eine Schande für unsere Ehre“, erzählte er und fügte hinzu, dass er im Wutanfall später das Zelt zerstörte. Abdullah (Name geändert) – ein Journalist von Jousour News, der die Zeugnisse aufzeichnete – sprach aus Angst vor Entdeckung mit der Daily Mail aus einem Versteck.
„Leider sind solche Fälle weit verbreitet – sie sind überall. In jedem Bezirk sind viele Frauen Opfer von Ausbeutung – besonders Witwen und geschiedene Frauen ohne Unterstützung und Einkommen. Ihre Verletzlichkeit wird ausgenutzt, und die Lage verschlechtert sich mit jedem Tag. Die Hamas lügt über alles. Sie hat humanitäre Hilfe gestohlen, eine Erzählung von Hunger geschaffen, und der naive Westen glaubt daran. Sie hat keinen Respekt vor irgendjemandem“
(Dr. Dina Lisnianskaya)
Libanon

Nur wenige Stunden vor Inkrafttreten des Waffenstillstands (vorletzte Nacht, um Mitternacht) mit dem Libanon führten IDF-Elitesoldaten eine Spezialoperation auf dem Christofani-Kamm im Südlibanon durch und errichteten dort eine operative Präsenz.
Das ist ein strategisch wichtiger Höhenzug, der die Feuerleitung und Beobachtung von Bewegungen entlang wichtiger Routen ermöglicht, die die Hisbollah für Truppenbewegungen und Waffenschmuggel nutzen kann.
Das Abkommen zum Waffenstillstand hält fest, dass an den derzeitigen „Grenzen“ nichts verändert wird. Die IDF kann sie verteidigen, darf, ausser in Selbstverteidigung, jedoch keine neuen Gebiete angreifen.
Israel steht jetzt also rund 12 km in Libanon und bis zu einem endgültigen Waffenstillstand wird dem so bleiben. Wann ein solches Abkommen unterzeichnet wird, ob das jemals der Fall sein wird, und wie es aussehen wird, wissen wir zurzeit nicht. Wir können jedoch davon ausgehen, dass Israel mindestens darauf bestehen wird, dass der Libanon die Existenz Israels (endlich!) anerkennt, und dass danach ein definitiver Grenzverlauf ausgehandelt wird. Mit Sicherheit wird auch die Entwaffnung der Hisbollah eine israelische Forderung sein.
Trotz Warnungen
Auf ihrem Heimweg in den Süden überqueren die Libanesen den Litani auch ohne Brücken.

Das libanesische Gesundheitsministerium berichtet:
„98 Tote und 359 Verletzte im Libanon innerhalb der letzten 24 Stunden„
„Seit Beginn der Kämpfe wurden 2’294 Tote (274 Frauen, 1’834 Männer und 177 Kinder) und 7’544 Verletzte (1’223 Frauen, 5’617 Männer und 704 Kinder) verzeichnet.
Es ist wahrscheinlich, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen wird – es gibt Vermisste, einige sind unter den Trümmern von Gebäuden begraben und andere befinden sich in von der israelischen Armee kontrollierten Gebieten im Südlibanon„
Kommentar – Wie üblich wird nicht zwischen Kämpfern und Zivilisten unterschieden.

Während der Waffenruhe
Die Streitkräfte von Maglan haben heute bei einer Operation in Bint Jbeil weitere Waffen der Hisbollah sichergestellt.
Lang, aber lesenswert und interessant – die Perspektive eines Hisbollah-Anhängers zur aktuellen Lage nach dem Waffenstillstand.
Ein libanesischer Telegram-Kanal (ca. 80’000 Follower) ist ein bekennender Hisbollah-Unterstützer. Er ist stark in der schiitischen Gemeinschaft und den Geschehnissen im Libanon engagiert. Er berichtet über die aktuelle Situation im Libanon nach dem Waffenstillstand. Der Text ist wörtlich übersetzt – ich habe ihn nicht weiter bearbeitet:
„Um es ganz klar zu sagen: Der Waffenstillstand im Libanon ist nur vorübergehend und gefährlicher als fortgesetzte Kämpfe. Er knüpft das Kriegsende an ein umfassendes Friedensabkommen mit Israel und an die Normalisierung der Beziehungen, einschließlich der Entmilitarisierung des Südlibanon, wo die libanesische Armee zwar stationiert werden kann, aber nur mit leichten Waffen.
Er ebnet den Weg für die dauerhafte Sicherung der israelischen Grenzen. Dieser Krieg ist schmerzhaft, und die Zahl der libanesischen Opfer ist bisher viel zu hoch, aber eine Kapitulation jetzt würde all das verlorene Blut und die vielen jungen Männer sinnlos erscheinen lassen.
Der Waffenstillstand wurde nur durch den Iran erreicht, und wer etwas anderes behauptet, lügt. Die israelischen Streitkräfte haben Bint Jbeil noch nicht vollständig geräumt und auch einige Dörfer, die für die Aufrechterhaltung einer Sicherheitszone im Südlibanon notwendig sind, noch nicht.
Während des gesamten Krieges ignorierte der Iran die libanesische Regierung und stimmte diesem Waffenstillstand erst nach Gesprächen, angeblich „mit Allahs Hilfe“, zwischen dem Iran und den USA zu.
Der einzige Unterschied, und ich sage das ganz deutlich, ist, dass die Vereinigten Staaten und Israel daran arbeiten, diesen iranischen Schritt zu vereiteln, indem sie einen neuen, separaten Weg für den Libanon schaffen und ihn vom Iran abschneiden. Das wird die Hisbollah in eine sehr schwierige Lage bringen, da sie sich sowohl mit dem libanesischen Staat als auch mit Israel auseinandersetzen muss.
Sie wollen die beiden Wege trennen, und wenn ihnen das gelingt, wird es ein schwerer Schlag für die Hisbollah sein und den Iran weiter schwächen.
Wenn sie Erfolg haben, wird die Lage noch düsterer, denn die Libanesen sind in ihrer antiisraelischen Rhetorik nicht geeint, und die Schiiten können diese Last nicht allein tragen oder gegen die anderen politischen Parteien kämpfen, während der Krieg mit Israel andauert und die schiitische Bevölkerung in diesen Gebieten Zuflucht sucht.
Ich hoffe, Sie verstehen, was ich meine.
Schlimmer noch: Was ist ein Waffenstillstand, wenn die Zerstörung von Häusern und Dörfern weitergeht? Zumindest im Krieg wäre es möglich, die Dörfer zu bombardieren, in denen israelische Streitkräfte operieren, und ihnen nicht zu erlauben, unsere Häuser zu zerstören. Unauffällig. Verstehen Sie, was das bedeutet? Ist es das, ein Haus zu verlieren, für das man jahrelang, ja jahrzehntelang gespart hat?
Die ganze Welt ist an diesem Verbrechen im Südlibanon und zuvor im Gazastreifen mitschuldig. Die Zerstörung von Dörfern und Häusern ist ein schweres Kriegsverbrechen und ein noch viel schwerwiegenderer moralischer Verlust.
Zum Teufel mit Euch und allen anderen!„
Libanesische Quellen berichten von beispiellos heftigen Explosionen der israelischen Armee, die in Dörfern im Südlibanon bis ins Shouf-Gebirge und nach Beirut zu hören seien.
Libanesische Medien berichteten in der Nacht, dass die israelische Armee in mehreren Dörfern im Westen und Osten des Südlibanon geplante Gebäudesprengungen durchgeführt habe, die sogar aus 100 km Entfernung zu hören waren. Derartige Explosionen hatte es in der Vergangenheit nicht gegeben.
Den Quellen zufolge sprengte die israelische Armee letzte Nacht Gebäude an folgenden Orten:
- Naqoura
- Bint Jbeil
- Khiam
- Shemaa
- Bayt Yahoun
- Rashaf
Zusätzlich berichten die Quellen heute Morgen von Artilleriebeschuss der israelischen Armee im Gebiet der Dörfer Qantara und Kounine.

Der Nachrichtensender CNN zitiert hochrangige IDF-Offiziere:
„Wir werden im Südlibanon eine sogenannte „gelbe Linie“ errichten und die Rückkehr libanesischer Bewohner in 55 Dörfer im Südlibanon verhindern.
Die Bestimmungen der Waffenruhe erlauben es uns, die Infrastruktur der Hisbollah innerhalb dieses Gebiets (der gelben Linie) zu zerstören„

Hassan Fadlallah, libanesischer Parlamentsabgeordneter der Hisbollah, äußerte sich besorgt über die neue Lage im Libanon:
„Wer auch immer sich wie Antoine Lahad [ein ehemaliger Kommandeur der Südlibanesischen Armee] verhalten will, den werden wir genauso bekämpfen wie Israel„
„Dem Feind ist es nicht gelungen, die 4-Kilometer-Linie zu überschreiten und eine Präsenz zu etablieren.
Es ist die Aufgabe der UNIFIL, zu verhindern, dass die Besatzungstruppen in Gebiete vordringen, die die Israelis bisher nicht betreten haben.
Wir haben euch ein Bild des Sieges geliefert, liefert uns kein Bild der Demütigung.
Wir haben den Weg des Widerstands aus eigenem Antrieb gewählt und von den Machthabern nichts weiter verlangt, als dass sie uns nicht hintergehen.
Wir haben Kontakt zur iranischen Führung aufgenommen und sie über die israelischen Verstöße gegen die Waffenruhe informiert„

Werbetafel in Beirut:
„Sei kein Krieger, wir wollen in Frieden leben„

Der libanesische Präsident Joseph Aoun:
„Wir stehen alle an der Schwelle zu einer neuen Phase – einer Phase des Übergangs von der Arbeit zur Erreichung eines Waffenstillstands zu der Arbeit an dauerhaften Vereinbarungen, die die Rechte unseres Volkes, die Einheit unseres Landes und die Souveränität unseres Staates bewahren„
„In dieser Phase, wie auch in der vorherigen, sind wir sicher, dass wir den Libanon retten werden, und gleichzeitig sind wir sicher, dass wir das Ziel aller Angriffe sein werden – aus einem einfachen Grund: Wir haben den Libanon und die libanesische Entscheidung zum ersten Mal seit einem halben Jahrhundert wieder in unsere eigenen Hände genommen.
Heute führen wir Verhandlungen in unserem eigenen Namen und treffen Entscheidungen selbständig. Wir sind nicht länger eine Marionette in den Händen anderer und keine Arena für die Kriege anderer – und wir werden nie wieder dazu zurückkehren. Wir sind wieder ein Staat, der selbständig Entscheidungen trifft, sie stolz verkündet und in die Praxis umsetzt.
Diese Verhandlungen sind keine Schwäche, kein Rückzug und keine Konzession, sondern eine Entscheidung, die aus der Stärke unseres Glaubens an unser Recht, aus der Sorge um unser Volk und aus unserer Verantwortung, unseren Staat mit allen Mitteln zu verteidigen, erwächst – insbesondere aus unserer Weigerung, für irgendjemanden außer den Libanon zu sterben.
Verhandlungen bedeuten nicht und werden nie den Verzicht auf ein Recht, einen Kompromiss über einen Grundsatz oder eine Verletzung der Souveränität des Staates bedeuten“
Kehrtwende? Bewohner des Südlibanon strömen nach Norden in Richtung Sidon und Beirut – und kehren nicht in den Süden zurück.
Mahmoud Qamati, stellvertretender Vorsitzender des Politischen Rates der Hisbollah, rief die Bewohner des Südens dazu auf, sich derzeit nicht im Südlibanon niederzulassen. Er sprach von einer „vorübergehenden Pause“ und versicherte, die Hisbollah werde die Bewohner informieren, sobald eine Rückkehr in ihre Häuser möglich sei.
Kommentar – Bereitet die Hisbollah in dieser Region eine Überraschung vor?
Syrien

Der syrische Präsident Ahmad al-Shara erklärte gestern auf einer Konferenz in Antalya (Türkei) zum amerikanischen Truppenabzug aus Syrien:
„Gestern verließen die letzten amerikanischen Fahrzeuge syrisches Territorium. Militärbasen, auf denen britische, russische, amerikanische und andere Streitkräfte stationiert waren, wurden geräumt„
Nun sei die nordöstliche Region Syriens frei von ausländischen Militärbasen.
Anmerkung: Das türkische Militär hat er in Ankara nicht explizit erwähnt…
Iran
Der Iran weist Trumps Behauptung, er habe der Übergabe seines angereicherten Uranvorrats zugestimmt, entschieden zurück und erklärt, dieser sei „so heilig wie der Boden des Iran“ und werde „nirgendwohin“ transportiert.
Kommentar – Und da sehen wir’s bereits (s. unten, unter USA): Trump kündigt etwas an, was er offenbar mit einigen Regierungsvertretern ausgehandelt habe, doch sogleich wird das aus dem Iran dementiert.
Warum, also, hat Trump so etwas publiziert? Hier gilt es zu beachten, dass Trump wohl ein Meister der Taktik ist, seine Kontrahenten zu verwirren. Zudem mag er das auch gesagt haben, um innerhalb der iranischen Regierung Zwietracht und Zweifel zu streuen: Ein Regierungsmitglied habe etwas gesagt, ein anderes widerspricht – was stimmt nun?

Die iranische Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte Fotos aus der Yosef-Abad-Synagoge in Teheran, wo ein Gebet zum Gedenken an Ali Khamenei, den Obersten Führer des Iran, stattfand.
Das iranische Regime zwingt die jüdische Gemeinde im Iran, ihre Loyalität zum Regime zu demonstrieren, und nutzt dies zu Propagandazwecken.
Ein Poster von Khamenei wurde in der Synagoge aufgehängt.

Der iranische Außenminister verkündet, dass die Straße von Hormus nach dem Waffenstillstand im Libanon für die gesamte Dauer des Waffenstillstands für die Handelsschifffahrt geöffnet wird.
Infolge dieser Ankündigung ist der Ölpreis um fast 10% auf rund 82.5 USD pro Barrel gesunken (ein Barrel ist knapp 120 Liter).


Offizielle iranische Medien, die dem Regime nahestehen, wie „Tasnim“ und „Mehr“, kritisieren Außenminister Abbas Araghchi öffentlich für seinen heutigen Tweet, der Präsident Trump die Möglichkeit gab, einen amerikanischen Sieg zu verkünden und Irans Erfolge im Wahlkampf zu schmälern.
Eine sehr interessante Kritik!
Es herrscht keine Einigkeit zwischen den verschiedenen Führungsfraktionen im Iran. Die schmutzige Wäsche kommt ans Licht – etwas, das im Iran normalerweise nicht vorkommt.
Die Schande des Regimes ist offengelegt worden.
Selbst iranische Medien glauben nach den heutigen Entwicklungen, dass die aktuelle Situation ein Szenario eines amerikanischen Sieges darstellt.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums reagiert auf Trumps zahlreiche Tweets der letzten Stunden:
„Die Aussagen amerikanischer Beamter zur Straße von Hormus widersprechen sich. Diese Widersprüche resultieren aus derer Frustration und Ohnmacht.
- Die Realität vor Ort ist ausschlaggebend für die Öffnung oder Schließung der Straße von Hormus, nicht das, was in sozialen Medien veröffentlicht wird.
- Die Option, angereichertes iranisches Uran außer Landes zu schaffen, ist inakzeptabel.
- Die Entschädigung für die Iran entstandenen Verluste und Schäden ist ein wichtiger Verhandlungspunkt.
- Eine Seeblockade wird als Verstoß gegen den Waffenstillstand betrachtet, und der Iran wird selbstverständlich die notwendigen Schritte als Reaktion darauf einleiten.
- Die Aufhebung der Sanktionen ist für uns von großer Bedeutung, und die Entschädigung für die dem Land entstandenen Schäden ist aus iranischer Sicht von besonderer Wichtigkeit„

Der Sprecher des iranischen Hauptquartiers Khatam al-Anbiya:
„Die Durchfahrt durch die Straße von Hormus unterliegt aufgrund wiederholter Verstöße der Vereinigten Staaten und Piraterie unter dem Deckmantel einer Blockade wieder der strengen militärischen Kontrolle„
Der Leiter der iranischen Verhandlungsdelegation sagt: „Präsident Trump lügt„
Mohammad Ghalibaf, Sprecher des iranischen Parlaments und Leiter der iranischen Verhandlungsdelegation für die Gespräche mit den USA, versucht, den Schaden zu beheben, der durch den Tweet des iranischen Außenministers entstanden ist. Dieser Tweet diente als Auslöser für Präsident Trumps dramatische Äußerungen zu den Verhandlungen mit dem Iran. Er twittert Folgendes:
- Der US-Präsident hat innerhalb einer Stunde sieben Behauptungen aufgestellt, und alle sieben sind falsch.
- Mit diesen Lügen werden sie den Krieg nicht gewinnen und auch in den Verhandlungen nichts erreichen.
- Wenn die Blockade andauert, wird die Straße von Hormus nicht offen bleiben.
- Der Schiffsverkehr in der Straße wird gemäß der „festgelegten Route“ und mit Zustimmung des Irans erfolgen.
- Die Öffnung oder Schließung der Straße und die dafür geltenden Regeln werden vor Ort und nicht in sozialen Netzwerken festgelegt.
- Psychologische Kriegsführung und die Manipulation der öffentlichen Wahrnehmung sind ein zentraler Bestandteil des Krieges, und das iranische Volk wird sich von diesen Tricks nicht beeinflussen lassen„
Marteza Mahmoudi, ein iranischer Parlamentsabgeordneter für Teheran, reagiert auf den gestrigen Tweet des iranischen Außenministers Abbas Araghchi zur Öffnung der Straße von Hormus:
„Wären wir nicht im Krieg, würden wir Außenminister Araghchi aufgrund dieses Tweets entlassen.
Dies ist bereits das zweite Mal, dass er versucht, die Märkte zu beruhigen. Zur Kenntnisnahme des Verhandlungsteams“

Zwei Boote der iranischen Revolutionsgarden, bewaffnet mit Maschinengewehren, beschossen in der Strasse von Hormuz einen Öltanker.
Die Besatzung und der unter der Flagge Indiens segelnde Tanker blieben unverletzt.
Bei einem der Schiffe handelt es sich um einen VLCC-Supertanker mit zwei Millionen Barrel irakischem Öl an Bord.
Indien wird in Kürze den iranischen Botschafter zum Hauptsitz des Außenministeriums einbestellen, um den Vorfall in der Straße von Hormus zu besprechen.
CNN berichtet:
Iranischen Quellen zufolge wird am kommenden Montag in Pakistan eine neue Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran erwartet. Die USA haben dies noch nicht bestätigt„
Ein Rückblick auf die Operation „Epic Fury“ / „Lion’s Roar“
- Ein überraschender Eröffnungsschlag am 28. Februar, obwohl das Überraschungsmoment nicht gegeben war.
- Etwa sechs Wochen intensive Luftangriffe – Zerstörung von 80% der iranischen militärischen und zivilen Kapazitäten.
- Waffenstillstand, während parallel Verhandlungen stattfinden.
- Der entscheidende Schritt: Verhängung einer Seeblockade gegen den Iran – die vom Iran gegen die Straße von Hormus verhängte Blockade wird gegen ihn selbst gerichtet.
- Waffenstillstand im Libanon und Beginn von Friedensgesprächen zwischen Israel und dem Libanon – nach anderthalb Monaten erheblicher Schwächung der Hisbollah und deren Rückdrängung um 10 km nach Norden.
- Die Iraner öffnen die Straße von Hormus trotz der andauernden amerikanischen Seeblockade – die Ölpreise brechen stark ein.
- Präsident Trump kündigt an, dass die Iraner das in ihrem Besitz befindliche angereicherte Uran herausgeben werden.
Trotzdem sprechen der Iran und die Hisbollah von einem „Grossen Sieg“ (gegen die beiden westlichen Satane).
USA
Präsident Trump erklärte gegenüber CBS News, dass der Iran zugestimmt habe, sein angereichertes Uran an die Vereinigten Staaten abzugeben und die Unterstützung von Terrorgruppen wie der Hisbollah und der Hamas einzustellen.
Kommentar – Das tönt zwar gut, doch wir sollten bedenken, dass Trump mit der Regierung verhandelt und nicht mit den Revolutionsgarden.
Die Situation ist hier ähnlich wie im Libanon: Beide Länder haben zwar eine Regierung, doch die Macht in ihren Ländern liegt hauptsächlich in den Händen lokaler Terrorgruppen. Im Iran sind dies die IRGC, im Libanon die Hisbollah.
In Iran sehen wir das am Beispiel der Freigabe der Strasse von Hormuz: Die Regierung hat ihre Blockade zwar aufgegeben, doch die IRGC haben sogleich verlauten lassen, ohne ihre Zustimmung werde kein Schiff die Strasse passieren.
Was das Ganze also in der Realität bedeutet, wird sich erst zeigen müssen.
Der republikanische Senator Lindsey Graham:
„Präsident Trump führt die Verhandlungen mit den Iranern persönlich. Er telefonierte vor wenigen Tagen mit ihnen und verlor dabei seine Stimme, als er ihnen lautstark mitteilte, was geschehen würde, wenn sie weiterhin solche Spielchen spielten„

Präsident Trump rechnet mit der NATO ab.
Jetzt, wo die Strasse geöffnet sei, offerierte die NATO den USA ihre Hilfe, doch Trump hat abgewunken.
Präsident Trump gegenüber Reuters:
„Wir und die Iraner werden gemeinsam mit großem Gerät und in aller Ruhe das angereicherte Uran abbauen und in die Vereinigten Staaten bringen„
Gegenüber der Bloomberg News Agency erklärt er:
„Der Iran hat zugestimmt, sein Atomprogramm auf unbestimmte Zeit auszusetzen. Er wird keine eingefrorenen Gelder aus den USA erhalten„
Nahost

AP-Nachrichtenagentur:
Der amerikanische Flugzeugträger Gerald Ford ist ins Rote Meer eingelaufen.
Laut den Daten von MarineTrafficwar das Kreuzfahrtschiff „Celestyal Discovery“ das erste Passagierschiff, das seit Beginn des Konflikts die Straße von Hormuz durchquert hat.
Drei weitere Kreuzfahrtschiffe haben daraufhin begonnen, den Persischen Golf zu verlassen.
Nur zwei von sechs Schiffen, die seit Anfang März aufgrund der Eskalation des Konflikts in der Region im Persischen Golf festsaßen, bleiben in den Häfen.
International

Der französische Präsident Macron:
„Ein französischer Soldat der UNIFIL-Truppe wurde heute Morgen im Südlibanon getötet, drei weitere wurden verletzt.
Alles deutet darauf hin, dass die Hisbollah dafür verantwortlich ist. Wir fordern die libanesischen Behörden auf, die Verantwortlichen unverzüglich festzunehmen„
Der Hintergrund dieses Vorfalls:
Eine UNIFIL-Patrouille des französischen Kontingents drang heute Morgen in das Dorf Ghandouriyeh im Südlibanon ein. Hizbollah-Kämpfer, die in der Gegend wohnen, stellten sich der Patrouille entgegen und eröffneten offenbar das Feuer auf die UNIFIL-Truppe.
Der libanesische Präsident Aoun rief daraufhin Macron an, um sein Beileid auszudrücken.
Gerüchten zufolge erwarten sie bald eine massive Welle von Festnahmen durch die libanesische Armee gegen lokale Bewohner und Hisbollah-Kämpfer in der Stadt.
Der deutsche Bundeskanzler Merz:
Der Iran muss sein Atomprogramm beenden. Und er muss die Angriffe auf Israel und die Staaten des Persischen Golfs einstellen. Und er muss die Straße von Hormus zuverlässig, dauerhaft und ohne jegliche Form von Bezahlung wieder öffnen„
Kommentar – Beeindruckend, wie er den eindrücklichen deutschen Taten nun auch die dazugehörenden Worte folgen lässt…
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