Diese Seite ist persönlicher als das, was ihr auf Hasbara.news normalerweise findet. Hier geht es nicht um Israel, Politik oder aktuelle Ereignisse, sondern ganz einfach um mich – beziehungsweise um einige Dinge, die mich neben all diesen Themen über viele Jahre begleitet und geprägt haben.
Wer es wissen will: Hier erfährt man einiges darüber, wer hinter dem Projekt Hasbara.news steht.
Dabei wird euch auffallen, dass ich auf dieser Seite nicht über Menschen schreibe, die mir nahestehen. Das ist sehr bewusst so, denn es ist nicht ungefährlich, sich öffentlich mit Themen wie Israel, Judentum und dem sogenannten “Nahostkonflikt” so zu beschäftigen, wie ich das bei Hasbara.news tue. Dieses Risiko nehme ich für mich selbst in Kauf, doch andere Menschen will ich keinesfalls mit hineinziehen.
Wohl jeder Mensch hat seine Hobbies und diese machen einen wichtigen Teil seiner Persönlichkeit aus. Sie zeigen einerseits, was er liebt, und andererseits, in welchen Bereichen er sich persönlich weiterentwickelt. Einige meiner Hobbies sind in der Schweiz geblieben, anderen bin ich bis heute treu geblieben.
Bergwanderungen, Motorrad und Reisen
Bergwandern ist eines der Hobbies, die ich in der Schweiz zurücklassen musste. Auch das Motorrad gehört dazu.
Reisen ist als jüdischer Israeli schwieriger geworden und seit ich pensioniert bin, belastet es mein Budget zu sehr. Also gehört auch dies zunehmend der Vergangenheit an. Immerhin konnte ich schon sehr viel von der Welt sehen und erleben und dafür bin ich G’tt sehr dankbar, denn den meisten Menschen sind solche Erfahrungen nicht vergönnt.
Wie das eingebettete Video teilweise zeigt, gehörte auch Fotografieren einst zu meinen Hobbies, doch inzwischen habe ich keine Fotoausrüstung mehr. Den Schritt zur digitalen Fotografie und zur nachträglichen Bearbeitung mittels Photoshop habe ich nicht nachvollzogen.
Wassersport
Auch das Segeln musste in der Schweiz bleiben. Ich liebte das Spiel mit dem Wind und den Wellen, doch meine Segelscheine sind in Israel nicht gültig und ein Segelboot habe ich hier ohnehin keines.


Was mitgekommen ist, ist mein Slalomski. Doch dieser liegt bislang brach, denn ich habe am See Genezaret noch niemanden gefunden, der mich ziehen könnte, und das Meer ist für Slalom zu unruhig.

Barfuss bin ich ohnehin bloss einmal gefahren. Die (leichte) Gehirnerschütterung nach einem Sturz hat mich danach davon abgehalten. Es hat mir ohnehin kaum Spass gemacht und es ist mir zu gefährlich: Ein kleines Stück Treibholz kann einen zum Krüppel machen.
Politik, Geschichte und Gesellschaft
Politik, Geschichte und gesellschaftliche Entwicklungen haben mich schon immer interessiert und fasziniert. Seit ich in Israel lebe, ist daraus zunehmend auch aktives Engagement geworden.
Viel mehr brauche ich dazu hier nicht zu schreiben. Wer wissen möchte, womit ich mich beschäftige und wie ich darüber denke, findet davon genug auf Hasbara.news.
Musik
Musik gehört seit meiner Kindheit fest zu meinem Leben. Als Kind war es mir nie vergönnt, ernsthaft ein Instrument zu lernen, doch viele Songs, die ich damals geliebt habe, gehören noch heute zu meinen Lieblingssongs: Led Zeppelin, die Rolling Stones (solange Brian Jones noch dabei war), die Doors, Genesis (noch mit Peter Gabriel), Santana, Allman Brothers Band, Pink Floyd (mit David Gilmour), Procol Harum, Wishbone Ash (mögen viele sie für kitschig halten: Mir gefallen ihre Songs) und viele mehr.
Erst im Alter von etwa 30 Jahren habe ich begonnen, selbst Musik zu machen. Was alleine zuhause begonnen hat, führte schnell zu Jamsessions, ersten Partybands mit Freunden und zu regelmässigen Übungssessions. Dies ohne grosse Ambitionen, bloss aus Freude an der Musik und am gemeinsamen Musizieren.
Mit der Zeit wurde aus gemeinsamem Drauflosspielen zunehmend bewusstes Musizieren. Ich begann, eigene Stücke zu schreiben und mich zunehmend damit auseinanderzusetzen, wie Musik entsteht, wie aus einer Idee ein Song wird und wie dieser schliesslich mit anderen Musikern zum Leben erweckt werden kann.
Viele Songs entstehen heutzutage an einem Keyboard, mit Hilfe von KI und einem Computer, doch ich gehöre noch der alten Generation an. Meine Songs entstehen aus einer Stimmung heraus, locker mit der Gitarre auf dem Sofa, jede Technik vergessen und einfach die Hände und die Gitarre machen lassen. Früher hatte ich oft zuerst den Text im Kopf und habe danach einen Song dazu gemacht, doch heute ist das nicht mehr so.
Ich denke, das hängt auch damit zusammen, dass ich inzwischen Israeli geworden bin und mir Melodien wichtiger geworden sind als Texte. Heute denke ich eher, die Texte sollten sich dem Song anpassen, nicht umgekehrt. Die typischen israelischen Songs haben mich beeinflusst.
Hie und da entstehen aus diesen Spielereien definierte Akkordfolgen mit einem Rhythmus. Parallel dazu entwickelt sich eine Melodie und die Vorstellung einer Geschichte, eines Bildes, das der Song vermittelt, eine Aussage. Diese Aussage entstand aus der oft wenig bewussten Stimmung, in der ich mich befand. Fast alle diese Songs oder Ideen zeichnen ein Bild oder erzählen eine Geschichte.
Solche Ideen halte ich manchmal fest, meist ganz simpel mit dem Voice Recorder meines Handys, das neben mir liegt. Dabei geht es nicht darum, perfekt zu spielen oder einen bereits fertigen Song aufzunehmen, sondern darum, eine Idee festzuhalten.
Auch helfen mir solche Aufnahmen dabei, mir die Idee später passiv anzuhören und sie als Zuhörer zu bewerten. Früher, als ich noch eine Band hatte, habe ich solche Skizzen jeweils in unseren Übungsraum mitgebracht und gefragt: “Habt Ihr Lust, basierend auf dieser Idee etwas zu arrangieren?”, was meistens der Fall war, und so ist damals unser Repertoire entstanden. Heute habe ich jedoch keine Band mehr und solche Skizzen bleiben bei mir liegen.
Übrigens: Ein Ausschnitt im folgenden Video zeigt, dass selbst ein Klavier vor mir nicht sicher ist, obwohl ich gar nicht Klavier spielen kann. Doch keine Sorge: Das Klavier hat die Behandlung unbeschadet überstanden.🤣
Einige dieser musikalischen Skizzen habe ich beispielhaft zusammengestellt und teilweise mit Bildern untermalt. Sie zeigen Momente, in denen aus Ideen ein Song entstehen kann oder könnte…
Wie bereits erwähnt: Als ich noch eine Band hatte, habe ich meine musikalischen Skizzen jeweils im Übungsraum vorgestellt und dort ist dann ein fertiger Song entstanden. Ab hier geht es um Teamwork und um gegenseitiges Verständnis. Es werden weitere Ideen eingebracht, die Bandmitglieder finden ihre eigene Rolle im Song, verschiedene Arrangements werden ausprobiert, schliesslich festgelegt und gemeinsam eingeübt.
Ab jetzt zählt: einüben, auswendig lernen, ans Ganze denken, diszipliniert spielen.
Wir waren keine gelernten Musiker, sondern vielmehr Freunde, die einfach Freude daran hatten, gemeinsam Musik zu machen. Vieles in diesem Prozess geschah deshalb ohne Worte. Theoretische Erklärungen hätte ohnehin kaum einer verstanden. Stattdessen spielte einer etwas, ein anderer reagierte darauf, griff eine Idee auf oder setzte etwas Eigenes dagegen. Es entstand eine Art Kommunikation, die ausschliesslich über die Musik funktionierte.
Diese Phase, in der aus einer Skizze – meistens habe ich solche eingebracht – langsam ein gemeinsamer Song wurde, habe ich wahnsinnig geliebt und vermisse ich heute sehr.
Was für Songs aus diesem Prozess entstanden sind, zeigt beispielhaft das folgende Video. Es sind Ausschnitte aus unserem letzten Live-Konzert – die einzigen Aufnahmen, die ich heute noch besitze.
Wie gesagt: Wir waren Freunde, die Spass daran hatten, gemeinsam Musik zu machen. Doch etwas auswendig zu lernen, um es danach wie ein Roboter abzuspielen, war uns nicht genug. Jeder von uns wollte innerhalb eines solchen Songs auch seine Freiheiten ausleben – und dafür gab es die Solis.
So hatten wir kaum einen Song, in dem nicht einer von uns seinen Solopart hatte. Hier war er frei. Der Rahmen war gegeben, die Mitmusiker legten den Teppich, auf dem er sich frei bewegen konnte.
Doch auch das Solieren will geübt sein. Ein gutes Solo besteht für mich nicht aus einer aneinandergereihten Folge von Tönen, sondern es hat ein Thema, das wiederkehrt und ihm einen Rahmen gibt. Dazwischen liegen freie Teile, in denen man ungebunden und spontan spielt. Insbesondere als Live-Band reagiert man dabei auf seine Mitmusiker, aber auch aufs Publikum. Auch die Fähigkeit, spontan auf das zu reagieren, was man gerade hört und empfindet, muss geübt und gepflegt werden.
Dazu kommt die Technik und die verlangt vor allem eines: regelmässige Praxis. Früher habe ich praktisch jeden Tag Gitarre gespielt – entweder unsere Songs eingeübt, an neuen Songs gebastelt oder an meiner Technik gearbeitet. Zweimal pro Woche haben wir uns zusätzlich im Übungsraum getroffen. Damals war unser Ziel, möglichst schnell ein Repertoire von mindestens 20 Songs aufzubauen, um für Auftritte bereit zu sein. Wir wollten aus dem muffligen Übungskeller raus auf eine Bühne.
Davon bin ich heute weit entfernt, und meine Technik hat stark gelitten. Doch hin und wieder suche ich mir auf YouTube einen Backing Track und spiele etwas dazu. Wichtig ist mir dabei, den Track vorher gar nicht richtig zu kennen, sondern spontan auf das zu reagieren, was ich gerade höre und empfinde.
Damit schliesst sich für mich ein Kreis: Songs entstehen frei und spontan, danach erhalten sie einen Rahmen mit einem Regelwerk, danach entsteht wieder Freiheit innerhalb dieses Rahmens.
Zum Abschluss dieses Teils über meine Hobbies ein Video, das ich kürzlich aufgenommen habe. Es soll zeigen, was ich mit spontanem Solieren meine.
Zum Schluss
Berge, Motorräder, Reisen und Musik haben wenig miteinander zu tun. Für mich haben sie jedoch etwas gemeinsam: die Freude daran, etwas zu erleben, Neues zu entdecken, meinen eigenen Weg zu finden und ihn auch zu gehen.
Weitere Informationen, Hintergrundartikel sowie die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Lesern findet ihr im Forum von Hasbara.news.
Hasbara.news lebt davon, dass seine Artikel weiterverbreitet werden.
Wenn ihr einen Artikel interessant oder wichtig findet, teilt ihn mit Freunden oder in euren sozialen Netzwerken und Gruppen – am einfachsten mit dem blauen Share-Button oben rechts. Jede Weiterempfehlung hilft, neue Leser zu erreichen.