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            <title>
									Judentum - Das Forum in hasbara.news				            </title>
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            <description>hasbara.news Diskussionsforum</description>
            <language>de</language>
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                        <title>J.C. gelebt?</title>
                        <link>https://hasbara.news/community/judentum/j-c-gelebt</link>
                        <pubDate>Sun, 19 Oct 2025 16:49:54 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Es gab andere Vorstellungen, wie den &quot;Lehrer der Gerechtigkeit&quot;, wie etwa bei der jüdischen Sekte von Qumran. Diese Vorstellung entspricht eher der von Jesus, hat sich aber nie als Mehrheits...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Es gab andere Vorstellungen, wie den "Lehrer der Gerechtigkeit", wie etwa bei der jüdischen Sekte von Qumran. <br />Diese Vorstellung entspricht eher der von Jesus, hat sich aber nie als Mehrheitsmeinung durchsetzen können.<br /><br />Was man zusätzlich wissen muss: Damals, also zu der Zeit, als Jesus gelebt haben soll, haben viele Juden Listen veröffentlicht mit möglichen Kandidaten, bis hin zu Josephus Flavius.<br />Dabei wurden auch Kandidaten erwähnt, die recht wenig von einem Messias erkennen lassen. Verbunden war das meist mit einer Abwägung, welcher Kandidat mehr oder weniger in Frage kam.<br />So stand auch jemand wie Johannes der Täufer auf einigen Listen, weswegen wir wissen, dass er eine historische Person war.<br /><br />Was einem auffällt, wenn man die ganzen Listen unterschiedlicher Autoren durchgeht, von denen einige Zeitgenossen von Jesus waren und teilweise in derselben Gegend lebten, dann ist es dies:<br />Auf keiner der Listen kommt ein Jesus vor.<br />Man findet dort kleine, heute völlig unbekannte Wanderprediger, aber keinen Jesus.<br /><br />Um also annehmen zu können, dass Jesus der Messias war, hätten sie zunächst einmal wissen müssen, dass da ein Jesus existiert hat. Offensichtlich kannte ihn aber niemand, das ist eines der recht starken Indizien dafür, dass es nie einen Jesus als Wanderprediger gegeben hat!!!<br />Einer der ganz heißen Kandidaten auf den Status "Messias" war bar Kochba, der jüdische Widerständler gegen Rom geführt hat. Nach seiner Niederlage, in der er und alle seine Anhänger von den Römern umgebracht worden sind, verschwindet er von allen diesen Listen.<br />Warum? Weil er erfolglos war. Kurz, wenn die Römer einen Aufständischen hinrichteten, konnte derjenige kein Messias mehr sein. Denn es ging nicht um irgendein himmlisches Reich nicht von dieser Welt, es ging um die konkrete Befreiung von Fremdherrschaft des jüdischen Volkes.<br /><br />Die Legenden um Jesus herum bildeten sich erst viel später. <br />Als die Christen damit ankamen, lebte schon keiner mehr, der hätte bestätigen können, dass es einen Jesus überhaupt gegeben hat. Auch die Anspielungen der jüdischen Schriften auf Jesus kamen erst viel später auf, als Jesus schon eine etablierte christliche Figur war.<br /><br />Wenn man alle christlichen Schriften, die bis etwa 150 bekannt waren, durchgeht, findet sich nirgends ein Hinweis auf einen historischen Jesus - auch bei Paulus nicht.<br /><br />So sagt Justin der Märtyrer in seiner Biografie, 165 veröffentlicht, dass er dem Christentum aus philosophischen Gründen beigetreten ist, nicht wegen einem angeblich von den Toten auferstandenen Mann, von dem er zuvor (vor 150) nie gehört hatte. <br />D. h., auch Justin wusste nichts von einer historischen Person namens Jesus vor dem Jahr 150! Das gilt auch für die Juden, die nie zuvor von diesem speziellen Jesus gehört hatten.<br />Aber jemand, der längst tot war, konnte weder der Messias sein noch der "Lehrer der Gerechtigkeit", vor allem nicht, wenn man nie zuvor etwas von ihm gehört hatte.<br />Jesus konnte nicht als Messias anerkannt werden, weil Jesus zu seinen Lebzeiten keinem Juden bekannt war, jedenfalls nicht als irdische Person und die Juden sind intelligent und sehr genau!<br /><br />Der "himmlische Jesus" der ersten Christen zählte nicht, denn der Messias musste ein Mensch sein, kein himmlisches Wesen. Auf alle Fälle haben die Juden sofort die Märchen über diesen Jesus erkannt!<br /><br />Jesus ist ab 150 Jahre später erfunden worden!<br />Das Problem bei der Christlichen Lügen Religion ist nur die Tatsache dass sie unter Kaiser Konstantin an die Macht kam und von diesem Zeitpunkt an mit brutalster Gewalt ihre Religion verbreitete!<br />Das Leitmotiv der christlichen Religion: Völkermorde, Judenverfolgung, Kinderschändungen, uvm.<br /><br />Ohne Juden wurde das Christentum durch Kaiser Konstantin zur Staatsreligion erkoren und von dem Zeitpunkt begann die Judenverfolgung und Ermordung durch die Christen!<br /><br />Es gibt keine einzige Zeugen von einer Jesus-Kreuzigung!<br />Der König der christlichen Lügen Liga Eusebius von Caesarea hat gefälscht, gestürzt, gelogen was das Papyrus hergab!<br /><br />Es ist eine alte kirchliche Strategie: Wenn die Quellen dünn sind, bläht man das Wenige mit Pathos auf, stilisiert fragwürdige Textsplitter zu epochalen Belegen und verkündet sie dann als unanfechtbare Wahrheit.<br /><br />Im Fall der angeblichen Existenz Jesu von Nazareth ist genau das geschehen.<br /><br />Über fast zwei Jahrtausende hinweg hat die Kirche ein gewaltiges Gebäude errichtet, das auf kaum mehr ruht als auf Sand und auf einigen sehr löchrigen Manuskripten. Die ehrliche Frage lautet: Gibt es überhaupt einen einzigen Beleg, der historisch belastbar, unabhängig und zweifelsfrei die Existenz dieses „Jesus Christus“ bestätigt? Die Antwort fällt ernüchternd aus: Nein. Es gibt Meinungen, es gibt Legenden, es gibt nachträgliche Konstruktionen. Aber es gibt keinen neutralen, zeitgenössischen Beweis.<br /><br />Josephus Flavius, der jüdische Historiker erwähnt angeblich in den „Antiquitates“ Jesus. Doch schon seit der Renaissance ist klar, dass es sich hier um eine plumpe christliche Einschaltung handelt. Kein jüdischer Historiker hätte Jesus als „wunderwirkenden Messias“ bezeichnet, eine Beleidigung für jeden Juden der Zeit.<br /><br />Die Passagen stinken nach nachträglicher Bearbeitung.<br />Ähnlich Eusebius von Caesarea, der erste „Kirchenhistoriker“ im 4. Jahrhundert. Er war weniger Historiker als Hofpropagandist Konstantins und König der christlichen Fälscher. Eusebius fälschte Briefe, strickte Zitate zurecht und schuf so eine scheinbare Traditionslinie. Mit Wissenschaft hatte das so viel zu tun wie Astrologie mit Astronomie. Ohne Konstantin wäre das Christentum vermutlich eine obskure Sekte geblieben.<br /><br />Er war es, der auf dem Konzil von Nicäa (325 n. Chr.) die Lehre normierte, konkurrierende Evangelien verbot und damit das Fundament der späteren Staatsreligion legte. <br />Die „Wahrheit“ wurde also nicht durch Beweise entschieden, sondern durch imperiale Dekrete.<br /><br />Man stelle sich vor: Die angebliche „Weltreligion“ beruht auf der Willkür eines römischen Kaisers, der nicht einmal aus Überzeugung Christ war, sondern aus politischem Kalkül.<br />Konstantin ließ sich erst auf dem Sterbebett taufen. Für ihn war das Christentum ein Machtinstrument, nicht die Verkörperung einer historischen Wahrheit.<br /><br />Die römische Gerichtsbarkeit war pedantisch.<br />Jeder Prozess, jede Hinrichtung, jede Kreuzigung wurde dokumentiert. Hinrichtungen von Unruhestiftern wie Jesus wären protokolliert und archiviert worden.<br /><br />Doch in den römischen Akten: Schweigen.<br />Dazu kommt ein Detail, das gerne übersehen wird: Nach römischem Recht konnte ein Jude, der kein römischer Bürger war, zwar gekreuzigt werden, aber die jüdische Führung hatte keinerlei Kompetenz, solch ein Todesurteil durchzuführen.<br />Dass die Evangelien behaupten, der Hohe Rat habe Jesus dem Pilatus ausgeliefert, ist ein Märchen. In Wahrheit hätte der Hohe Rat diese Macht gar nicht gehabt.<br /><br />Mit anderen Worten: Der Evangelienbericht ist juristischabsurd!<br /><br />Wenn das beste Argument für den historischen Jesus aus verlorenen Manuskripten, manipulierten Quellen und kaiserlichen Dekreten besteht, dann sind das keine Bausteine für Wahrheit, sondern Ruinen eines Denkapparats, den ich getrost ignorieren kann. Atgeismus und Humanismus brauchen keine Legenden und Lügen, um moralisch zu fundieren.<br />Er lebt im Hier und Jetzt, mit klarem Verstand, echtem Mitgefühl und der Kunst, Verantwortung zu übernehmen, ohne Magie, aber dafür mit echter Menschlichkeit.<br /><br />Hier für dich historische Fachliteratur!<br /><br />67 namhafte Historiker nennen!<br /><br />Bart D. Ehrman: Forged: Writing in the Name of God – Why the Bible’s Authors Are Not Who We Think They Are (2011)<br />Gerd Lüdemann: Der große Betrug. Und was Jesus wirklich sagte und tat (1998)<br />Hermann Detering: Falsche Zeugen. Außerchristliche Jesuszeugnisse auf dem Prüfstand (2011)<br />Richard Carrier: On the Historicity of Jesus: Why We Might Have Reason for Doubt (2014)<br />Karlheinz Deschner: Kriminalgeschichte des Christentums, Bd. 1–10 (1986–2013)<br />Maurice Casey: Jesus of Nazareth: An Independent Historian’s Account of His Life and Teaching (2010)<br />Uta Ranke-Heinemann: Nein und Amen. Mein Abschied vom traditionellen Christentum (1992)<br />Joseph Wheless: Forgery in Christianity (1930)</p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://hasbara.news/community/judentum">Judentum</category>                        <dc:creator>Ari</dc:creator>
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                        <title>Glauben?</title>
                        <link>https://hasbara.news/community/judentum/glauben</link>
                        <pubDate>Wed, 11 Jun 2025 15:13:11 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Mir ist es wichtig, dass unser Volk nicht primär als Opfer des Holocaust wahrgenommen wird, sondern dass unsere Identität anerkannt, verstanden und respektiert wird.Deshalb werde ich in dies...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Mir ist es wichtig, dass unser Volk nicht primär als Opfer des Holocaust wahrgenommen wird, sondern dass unsere Identität anerkannt, verstanden und respektiert wird.<br /><br />Deshalb werde ich in diesem Unterforum wohl noch <span>ö</span>fters erklären, was das Judentum ausmacht und wie es sich vom Christentum unterscheidet. Denn hier herrscht viel Unwissenheit: Man liebt oder hasst uns, weiß aber nichts über uns.<br /><br />Diesmal geht es um das Thema „<strong>Glaube</strong>“.<br /><br />„<em>Glaube ist etwas für Christen. Wir Juden glauben nicht</em>“, sagte mir vor vielen Jahren einmal ein weiser Rabbiner.<br /><br />Und das stimmt: Für Christen ist Glaube enorm wichtig, er verändert sozusagen alles – doch so wie wir es sehen, ist Glaube etwas Vergängliches: Heute glaube ich etwas, morgen habe ich etwas Neues gelernt und glaube etwas anderes. Ich habe keine Kontrolle über meinen Glauben, denn jederzeit kann etwas passieren, das mich eines Besseren belehrt.<br /><br />Es ist bezeichnend, dass der hebräische Begriff für „Gläubiger“ (im religiösen Sinne) nicht „savur“ (סָבוּר, wörtlich übersetzt „glauben“), sondern „dati“ lautet, was auf das Verb „wissen“ (לָדַעַת, lada'at) zurückgeht.<br /><br /><strong>Wir Juden „glauben“ nicht, sondern wir „wissen“.</strong><br /><br />Deshalb haben wir eine völlig andere Haltung gegenüber „Religion“ und unseren heiligen Schriften. Wir „glauben“ nicht an die Tora, sondern hinterfragen sie. Wir versuchen, sie zu verstehen und (täglich, wenn wir sehr „dati“ sind) dazuzulernen. Jede neue Erkenntnis ist gut, jede neue Interpretation willkommen, solange sie logischen Argumenten standhält und dem Originaltext nicht widerspricht.<br /><br />Als Beispiel möchte ich folgende fiktive Debatte mit einem Atheisten anführen:<br /><br />„Warum glaubst du an Gott? Das ist doch völliger Unsinn. Du kannst mir nicht beweisen, dass Gott existiert. Ich glaube nur, was bewiesen werden kann“, sagt der Atheist.<br /><br />Der typische Christ wird letztlich mit seinem Glauben arguentieren, vielleicht mit der Bibel.<br /><br />Eine typische jüdische Antwort wäre jedoch etwa so:<br /><br />Bevor wir über solche Dinge reden, sollten wir uns darüber einig werden, was Gott ist. Ich glaube auch nicht an einen alten Mann mit weißem Haar und Bart, der hoch oben in den Wolken sitzt.<br /><br />ABER:<br /><br />Kannst du mir sagen, was vor dem Universum existierte? Woher kam es?<br /><br />Glaubst du, dass etwas aus dem Nichts entstehen und dann wieder im Nichts verschwinden kann, und worauf basiert dein Glaube? Kannst du beweisen, dass so etwas physikalisch möglich ist?<br /><br />Glaubst du, dass du deine Gedanken, Handlungen und Träume kontrollierst und immer weißt, welche Auswirkungen sie haben werden? Hast du Kontrolle darüber? Wenn nicht, wer dann?<br /><br />Kannst du erklären, was Ewigkeit ist? Wenn man von 1, 2, 3, 4 usw. zählt, wo endet das dann?<br /><br />Weißt du, was Unendlichkeit ist, und glaubst du, dass sie existiert? Wenn nicht, was passiert, „wenn die Zeit abläuft“? Kannst du beweisen, dass die Zeit irgendwann abläuft?<br /><br />Das sind die Fragen, und sie alle zielen darauf ab, was wir unter „Gott“ verstehen.<br /><br />Und da haben wir es: Der Atheist wird letztendlich zugeben müssen, dass er <strong>nicht beweisen kann, dass Gott nicht existiert</strong>. Denn er weiß ganz genau, dass all dies existiert, auch wenn er es nicht verstehen, sehen oder beweisen kann.<br /><br />Und das ist „Gott“: Er (es) steht über allem, was wir verstehen können.<br /><br />Die Thora verbietet uns Juden, uns ein Bild von Gott zu machen. Warum? Weil es unmöglich ist und jedes Bild uns letztlich in die Irre führen würde.<br /><br />Wir wissen also, dass Gott existiert, was auch immer wir glauben, ist nicht wichtig.</p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://hasbara.news/community/judentum">Judentum</category>                        <dc:creator>Ze&#039;ev</dc:creator>
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                        <title>Jesus?</title>
                        <link>https://hasbara.news/community/judentum/jesus</link>
                        <pubDate>Tue, 10 Jun 2025 02:55:22 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Wir Juden werden von Christen oft gefragt, weshalb wir nicht an Jesus (als den &quot;Erlöser&quot;, den &quot;Messiach&quot; und &quot;Gottes Sohn&quot;) glauben. Wer danach sucht, findet auf diese Frage viele Antworten,...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Wir Juden werden von Christen oft gefragt, weshalb wir nicht an Jesus (als den "Erl<span>öser", den "Messiach" und "Gottes Sohn") glauben. Wer danach sucht, findet auf diese Frage viele Antworten, wobei sich die meisten auf unterschiedliche Interpretationen von Stellen im Tanach (der ungefähr dem AT entspricht), insbesondere bei den Propheten, beziehen.</span></p>
<p>Hier will ich jedoch einen anderen Grund beschreiben, einen, der auf einer psychologischen Betrachtung basiert und der <strong>dem Kern der Sache</strong> wohl n<span>äher kommt.</span></p>
<p>Meine Betrachtung bezieht sich auf ein unterschiedliches Verst<span>ändnis bereits bei den ersten  Abschnitten der Bibel, dem sogenannten "Sündenfall". Alles Weitere sind (psychologische) Folgen dieser unterschiedlichen Interpretationen.</span></p>
<p>Um den Unterschied klar und einfach verst<span>ändlich darzulegen, werde ich eine etwas vereinfachte, plakative und typisierte Sprache verwenden.</span> </p>
<p>1<strong>. Die christliche Sicht</strong></p>
<p>Christen betrachten den "Diebstahl der Apfels vom verbotenen Baum" <strong>als S</strong><span><strong>ünde</strong>: Adam und Eva haben Gottes Verbot missachtet und, verführt von einer "Schlange", diesen Apfel trotz eines strikten Verbots gegessen.</span></p>
<p><span>Gottes Strafe folgte sofort: Adam und Eva wurden aus dem Paradies vertrieben. Seither leben wir Menschen in einer Art Bestrafung, belastet durch diese Sünde, eine Erbsünde.</span></p>
<p>Von dieser S<span>ünde wollen Christen, verständlicherweise, erlöst werden. Sie suchen nach dieser Erlösung und in Jesus haben sie sie gefunden: Er erlöst gläubige Christen von alten Sünden, indem er alle Schuld auf seine eigenen Schultern nimmt. Wer an ihn glaubt, wird später "zurück ins Paradies" gelangen.</span></p>
<p>-&gt; Problem gel<span>öst!</span></p>
<p>2. <strong>Die jüdische Sicht</strong></p>
<p>Es gibt keine allgemein g<span>ültige "jüdische Sicht", sondern sehr viele unterschiedliche Meinungen. Doch wie viele Juden (wohl die meisten) diesen Abschnitt aus der Torah verstehen, beschreibt er in einer Art Bildersprache den Moment der Evolution, als sich das Menschentum von der Tierwelt getrennt hat.</span></p>
<p>(Dar<span>über, w</span>arum G'tt uns erst den Genuss dieser Frucht verboten hat, habe ich <a href="https://hasbara.news/judentum/2024-09-11/21227" target="_blank" rel="noopener">bereits hier geschrieben</a><span>, denn auch dies ist eine sehr interessante Frage)</span></p>
<p><span></span>Zuvor, im "Paradies", wussten wir nichts <span>über Ethik und Moral, über "Gut und Böse". Wir "sprachen die Sprache der Tiere", zum Beispiel in der Unterhaltung Evas mit der "Schlange", wir gingen nackt durch die Welt, kannten keine Scham und lebten in völliger Unschuld.</span></p>
<p><span>Tiere kennen keine Schuld. Sie folgen ihren Instinkten und befriedigen ihre körperlichen Bedürfnisse ohne sich um Ethik und Moral zu kümmern. Sie sind und bleiben unschuldig. Doch nach dem Konsum vom "Baum der Erkenntnis" war für Adam und Eva damit nun Schluss: Bereits unmittelbar danach meldeten sich Scham und Schuldgefühle.</span></p>
<p>-&gt; Ende des "Paradieses"</p>
<p>3. <strong>Sünde oder nicht?</strong></p>
<p>Wenn wir diesen Schritt in der Evolution als S<span>ünde betrachten, wenn wir uns ins "Paradies", in die "sündenfreie Tierwelt", zurück sehnen, dann sind wir froh um einen Erlöser und glauben gerne an ihn: Er wird uns dorthin zurück führen.</span></p>
<p>Wenn wir das jedoch nicht tun, dann brauchen wir keinen solchen Erl<span>öser. Wovon auch sollte er uns erlösen? Wir Juden glauben ohnehin nicht an eine Erbsünde, sondern sind davon überzeugt, dass letztendlich jeder Einzelne an seinen eigenen Taten gemessen und beurteilt werden wird. Wir können das nicht wegdelegieren.</span></p>
<p>Hier haben wir ist eine einfache, wohl die einfachste, Erkl<span>ärung, weshalb wir Juden nicht an "Jesus"  glauben: <strong>Wir brauchen ihn nicht!</strong> Er, oder etwas Ähnliches, hat für uns schlicht keine Bedeutung.</span></p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://hasbara.news/community/judentum">Judentum</category>                        <dc:creator>Ze&#039;ev</dc:creator>
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